Rund 80 000 Pfund (120 000 Euro) aus dem Madeleine-Fonds sollten für Anzeigen in Zeitungen, im Fernsehen und auf Reklamewänden verwendet werden, sagte Gerry McCanns Bruder John am Samstag in Rothley. Die Kampagne würde sich auf Portugal und Spanien sowie anderer Länder Europas konzentrieren. Nach Medienberichten vom Wochenende, wird die Mutter, Kate McCann, morgen oder am Mittwoch von britischen Ermittlern in England erneut verhört.
Die Eltern sind seit vergangenem Wochenende Verdächtige in dem Fall und seitdem wieder in ihrem Heimatort Rothley in Mittelengland. Die Anzeigenkampagne sei dazu da, „jeden Stein auf der Suche nach Madeleine umzudrehen“.
Madeleine war am 3. Mai aus einem Ferienappartement an der Algarve-Küste verschwunden, als die Eltern mit Freunden beim Essen waren. Die Polizei geht nach Medienangaben mittlerweile davon aus, dass die Vierjährige tot ist, befürchte aber, die Leiche niemals zu finden. Eine Theorie ist, dass die Eltern das Mädchen aus Versehen getötet haben und den Tod dann vertuschen wollten. (dpa/sha)