„Es gibt Bruchstellen und fehlende Zähne in den Rädern. Das lässt die Uhr springen“, sagt Klaus-Dieter Wanske vom Gemeindekirchenrat. Hinzu kommen ein klapperndes Pendel, ausgeschlagene Gestänge an den Getrieben für die Zeiger, marode oder verschmutzte Lager. Wanske: „Ein über100 Jahre alter Mensch hat ähnliche Schäden.“

Etwa zwei Wochen lang wird die Uhr auf Zwölf stehen. Die Reparatur wird etwa 3500 Euro kosten. Geld, das die Kirchgemeinde nicht in ihrem Haushalt für das laufende Jahr stehen hat. Mehr als die Hälfte der Summe ist bereits durch Spenden zusammengekommen; jüngst hat Steffen Franke vom Großen Hafen 160 Euro von den dortigen Fährleuten vorbeigebracht.

Wanske: „Wir sind dankbar für jede Spende. Da sind uns die zehn Euro von Nachbarn genauso wichtig wie 100 von den Grünen Westen und anderen Fährleuten.“ Er wolle aber niemanden extra hervorheben. Viele Bürger und Gemeindeglieder hätten gespendet, darunter Gastronomen in Turmnähe.

Wanske sagt, die Gemeinde wolle keine Funkuhr im Turm installieren. „Wir wollen das Alte erhalten und aufarbeiten, weil es zu unserer Geschichte gehört.“ Weitere Spenden seien willkommen – auf das Konto 3041005220 des Gemeindekirchenrates bei der Sparkasse Niederlausitz (BLZ: 18055000), Kennwort: Turmuhr.