Die beiden Vögel brüten weiterhin emsig auf ihren zwei Eiern, die Ende März gelegt wurden. Rund 42 Tage hüten sie ohne Unterlass ihre tennisballgroßen weißen Schätze. "Die meiste Zeit sind sie zu zweit im Nest. Abwechselnd wird auch mal draußen im Becken ein Bad genommen, um das Gefieder wieder strahlend weiß zu bekommen", erzählt Pflegerin Laura Schäfer. "Die kleine Kamera an der Decke des Nestes macht den werdenden Eltern jedoch nichts aus", erklärt sie. Wenn alles gut geht, schlüpfen Anfang Mai zwei Küken. Dies wäre der erste Nachwuchs auf der Pinguin-Anlage. Nach dem Schlüpfen werden die Pinguin-Küken zunächst etwa zwei Monate von den Eltern in der Bruthöhle versorgt. "Wenn sie das Nest verlassen, sind sie schon fast so groß wie die Erwachsenen", weiß Laura Schäfer. Somit wird es umso spannender, die Geschehnisse im Inneren der Höhle live verfolgen zu können. Mit ein wenig Ausdauer und Glück lasse sich im Internet das Knacken der Schalen ebenso beobachten wie die ersten Gehversuche der Vogelkinder. Damit es allen Frackträgern auf der Anlage richtig gut geht, erhalten diese nun auch eine Prophylaxe gegen Vogelmalaria. "Dies ist eine ernstzunehmende Tierkrankheit, die durch Mücken übertragen wird. Die Tiere können daran sterben", erklärt die Tierpflegerin. Um dies zu verhindern, bekommen die Spreewelten-Pinguine bis Oktober zweimal wöchentlich eine entsprechende Vorsorge-Pille. Mehr darüber im Internet unter www.spreewelten-bad.de(Rubrik Pinguine/Webcams). red/hk