Aufgrund der zugeschneiten und vereisten Plätze sind wochenlange Spielabsagen vorprogrammiert. Bei der Auswärtspartie in Babelsberg am 27. Februar steht den Gastgebern zwar ein Kunstrasenplatz zur Verfügung, doch ob darauf gespielt werden kann, ist noch völlig offen. Ob die danach anstehende Partie in Fürstenwalde stattfindet, ist ebenfalls fraglich. Jedoch bemühen sich die Union-Verantwortlichen um einen Kunstrasenplatz in Steinhöfel, der sich sechs Kilometer entfernt befindet und bespielbar ist. "Kunstrasenplätze liegen uns nicht", sagt Lübbens Trainer Dirk Minkwitz. "Wir haben nicht die Möglichkeit auf diesem Untergrund zu trainieren." Die Gegner Babelsberg II und Union Fürstenwalde absolvierten dagegen auch in der Vorbereitung Freundschaftsspiele auf dem chemischen Grün, während Lübben weder ein Testspiel noch Training auf einem Kunstrasenplatz machen konnte. Im Plastikrasen-Bundesland Berlin wurde unterdessen eine Generalabsage für alle Partien vom 4. Februar bis einschließlich dem 21. Februar ausgesprochen. Der Berliner Fußballverband zieht für die aus 19 Mannschaften bestehende Berlin-Liga eine Verlängerung der Saison in Betracht. "In Brandenburg wird es keine Generalabsage geben", sagt Mirko Wittig, Spielausschussvorsitzender im Fußball-Landesverband. Seine Staffelleiter hätten mit den Vereinen Kontakt aufgenommen und festgestellt, dass sich etliche Klubs um Ausweichmöglichkeiten auf Kunstrasenplätzen bemühen. "Jedes durchgeführte Spiel ist eine Nachholpartie weniger", so Wittig. "Wir haben keinen Spielraum für eine Verlängerung der Saison, die am 12. Juni endet." Danach sollen noch Relegationsspiele stattfinden. Die neue Saison beginnt bereits Mitte August, sodass für die Planung des Spieljahres 2010/11 inklusive der Staffelberatungen keine Zeit bliebe. "Es wird dann eben Ostern, Pfingsten und wenn nötig auch während der Woche gespielt. Solche Szenarien hatten wir schon." Heimspiele im BlickDie Rückrunde wird, egal ob verlängert oder nicht, schwer für Grün-Weiß Lübben. So kommt es für die Minkwitz-Schützlinge darauf an, ihre Heimspiele zu gewinnen. Dort empfangen die Spreewälder nicht nur die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf, Brieske Senftenberg und Schwedt, sondern auch den FC Strausberg, die brasilianische Auswahl aus Kuckuck, den Aufsteiger MSV Neuruppin, den SV Altlüdersdorf und Motor Eberswalde. Abstiegsplätze auf DistanzSieben Heimspielen stehen neun Auswärtspartien gegenüber. Um nicht in den unmittelbaren Abstiegskampf verstrickt zu werden, sollte die Mannschaft um Kapitän Sebastian Jurrack also auch von den Reisen den einen oder anderen Punkt mit nach Hause bringen. Noch hat die Truppe sieben Zähler Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz.