(abr) Der historische Charme des Luckauer Marktplatzes soll erhalten bleiben. Darüber sind sich viele einig. Die Vorbereitungen des Umbaus sind jetzt im Gange. Baustart soll im kommenden Jahr sein, wurde kürzlich im Bau- und Wirtschaftsausschuss erläutert.

 Das Vorhaben ist in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Lutz Borner vom Luckauer Bauamt erklärt: „Unser Ziel ist es, die Bauabschnitte relativ kurz in die Umsetzung zu bringen“, sagt er. Im ersten Bauabschnitt sind die archäologischen Untersuchungen angesetzt.

Auf dem Marktplatz wird neues Granit-Pflaster ausgelegt. Als Hauptattraktion ist ein Wasserspiel vorgesehen. Die halbrunde Felssteinmauer wird neuen Sitzelementen weichen. Entsprechende Vorschläge wurden gemeinsame mit Luckauer bei mehreren Bürger-Workshops diskutiert. „Bei den Planungen ist die Stadt in engem Kontakt mit der Denkmalschutzbehörde“, so Lutz Borner. Kleinere Änderungen seien noch immer möglich. Die endgültige Gestaltung stehe laut Bauamt noch nicht fest.

Darüber hinaus werden im Zuge der Baumaßnahmen auch angrenzende Straßen und Gehwege sowie Strom-, Gas- und Wasserleitungen erneuert. Insgesamt werden sich die Kosten laut Planung auf rund 1,8 Millionen Euro belaufen – verteilt über drei Jahre. Der Großteil der Kosten wird mit etwa einer Million Euro im kommenden Jahr auf die Stadt zukommen.

Aber auch die umliegenden Grundstückseigentümer werden an einem Teil der Kosten beteiligt. Mit rund 546 000 Euro entfällt ein Großteil der Baukosten auf Gehweg und Fahrbahn. Wie bei solchen Baumaßnahmen üblich, sind diese Ausbau-Arbeiten beitragsfähig. Wie hoch die Anteile der Anlieger ausfallen, ist abhängig von der Straßenart. „Das muss aufgrund des Verkehrsaufkommens erst noch geprüft werden“, erklärt Uwe Ebert vom Bauamt. Er weist gleichzeitig darauf hin, dass eine derzeit bestehende Klage beim Verwaltungsgericht Cottbus gegen die Straßenbaubeitragssatzung von Luckau auch Einfluss auf die Anlieger-Beiträge haben könnte. „Ein Urteil könnte zur Folge haben, dass unsere bestehende Satzung gekippt wird und eine neue Satzung beschlossen werden muss“, erklärt er mögliche Auswirkungen der Klage. Erfahrungen aus den Nachbarkreisen und ein Blick auf die Mustersatzung des Landes deuten darauf hin: In diesem Falle würde es für Anlieger vermutlich teurer werden. Mutmaßungen seien aber aus seiner Sicht verfrüht: „Der Ausgang der Klage ist völlig offen“, erklärt er.