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LR-Gaming-Test: Willkommen bei den Bakers

Schockmomente mit viel Blut, Ressourcenmangel und abgrundböse Monster: Das neue Spiel "Resident Evil 7" ist erhältlich für Xbox One, Playstation 4 und PC.
Schockmomente mit viel Blut, Ressourcenmangel und abgrundböse Monster: Das neue Spiel "Resident Evil 7" ist erhältlich für Xbox One, Playstation 4 und PC. FOTO: screenshot
Cottbus. Computerspiele liegen im Trend. Die RUNDSCHAU testet spektakuläre Neuerscheinungen. Heute "Resident Evil 7" von Capcom. Michael Siering

"Resident Evil 7" steht seit Januar in den Regalen. Nach einigen Fehltritten kehrt Entwickler Capcom wieder zurück zum Ursprung der Serie.

Deftige Schockmomente, Ressourcenmangel, ein altes Anwesen und abgrundböse Monster. Neu hingegen, die Ego-Perspektive und die Möglichkeit der Nutzung eines komplett eingebundenen Virtual-Reality (VR)-Modus auf der Playstation 4. Nur wie gut ist der Grusel wirklich? Die RUNDSCHAU hat es ausprobiert.

Ethan, der Hauptheld im neuen Resident-Ableger von Capcom, ist fern seiner Heimat auf der Suche nach seiner Freundin Mia, die einfach spurlos verschwand. Nur eine mysteriöse E-Mail bringt ihn zu einem düsteren Anwesen irgendwo in den Südstaaten der Vereinigten Staaten. Vorsichtig schaut er sich um und bewundert die wunderschöne Landschaft auf der PS4-VR. Das Eingangstor ist verschlossen, und er bahnt sich den Weg in das Anwesen durch ein modriges Gästehaus. So weit so gut.

Mit jedem Schritt erhöht sich sein Puls, denn er ist ständig in Erwartung. Ja, aber worauf? Weiter durchs Gästehaus gerätselt, und schnell wird er mit dem blanken Horror konfrontiert.

An dieser Stelle soll nicht weiter gespoilert werden. Selbst, wer hart im Nehmen ist und fast alle Resident Evil Teile gespielt hat, ist beeindruckt, was hier, so realistisch wie nie, geboten wird und nahezu das Blut gefrieren lässt. Nachdem der Hauptheld die "nette" Familie Baker (Besitzer des Anwesens) kennengelernt hatte und mit ihnen zu Abend speisen sollte, war erst mal eine Pause fällig! Weiter ging es erst am nächsten Tag, ohne Brille in der neuen Egoperspektive. Es galt, sich serientypisch durch das Anwesen der Hillbilly-Familie zu rätseln, ständig auf der Suche nach der nächsten Speichermöglichkeit.

Grafisch spielt Resident Evil in der oberen Liga, und die Sounduntermalung trägt ihren Teil zur angststeigernden Atmosphäre bei. Immer wieder werden Spieler mit unvorhergesehenen Schockmomenten konfrontiert, die dafür sorgen, dass sie sich noch vorsichtiger durch das Haus bewegen. Der Hauptheld findet Hinweise auf Mias Verbleib, was die Story vorantreibt. Ganz großes Kino! Schnell kommt es zum ersten Bosskampf, und auch dieser ist Resident-typisch bockschwer. Nach mehr als drei Stunden im Haus von Jack, Marguerite und Lucas Baker geht es wieder mit der VR-Brille weiter.

Als erster echter Vollpreistitel liefert Resident Evil die komplette VR-Erfahrung auf der PS4. Dichter war man wohl nie am Geschehen, und es ist zu empfehlen, zwingend die Alterseinstufung zu beachten, denn an Unmengen von Blut und abgetrennten Körperteilen wurde nicht gespart. Einzig die hakelige Steuerung im VR-Modus (bedingt eingestellt zur Unterbindung der "Motion Sickness" im VR-Modus) und die teilweise langen Ladezeiten trüben das Erlebnis.

Resident Evil 7 gelingt der Spagat zwischen einer fast realitätsnahen Atmosphäre, den gut getimten Schockmomenten und einer tollen Spielwelt - gepaart mit einer durchdachten Story, die den Spieler immer tiefer in das Geschehen hineinzieht.

Ein Resident Evil, wie es sich Veteranen der Serie, aber auch Genreneulinge nur wünschen konnten, ganz im Stil des ersten Teils der Serie.

Bevor Spieler den Abspann des Spiels nach etwa 15 Spielstunden zu Gesicht bekommen, werden sie noch unzählige Tode im Hause der Bakers sterben. Also, auf ein Neues!

Plattform: XBO, PS4 (VR kompatibel), PC Preis: ab 49,00€

Altersfreigabe: FSK 18

www.residentevil7.com