Doch ein hartes Stück Arbeit hatten die Gubener gegen die Bundesliga Reserve vom SV Senftenberg hinter sich gehabt. War es der Druck oder nur eine schlechte Tagesform, was das Anfangspaar vom ESV ablieferte? Weder Klaus-Peter Heinig (/Witt 804) noch Siegfried Kappel (843) zeigten das, was man von ihnen kennt. Bei Heinig lief es so schlecht, dass er nach 136 Kugeln durch Burkhard Witt ersetzt werden musste. Dessen Einwechslung ließ das Ergebnis nicht ins Bodenlose abdriften. Kappel hatte seinen Gegenspieler zwar jederzeit im Griff, doch der große Schlag gelang dem Altmeister an diesem Tage nicht. Mit 44 Kegeln Minus wurden die Bahnen an die beiden Jüngsten vom ESV übergeben. Stefan Fuldt (868) und Dirk Gölitzer (852) brannten ein wahres Feuerwerk ab, sie holten nicht nur den Rückstand auf, sondern drehten das Spiel zur Freude der vielen Zuschauer in der Halle. Gölinger, der wieder zu seiner alten Form zurück fand, setzte seinen Gegenspieler derart unter Druck, dass dieser nach 100 Kugeln entnervt die Bahn verließ. Doch auch sein Ersatz konnte in keinster Weise Paroli bieten.Fuldt, seit Wochen ein Garant für gute Ergebnisse, wartete sehr lange, bis er zum entscheidenden Schlag ausholte, dann jedoch richtig zulangte. Ein Plus von 66 Kegeln war die richtige Antwort auf den ersten Durchgang. Die Frage war: Würde es reichen?Zwei Bundesliga-erprobte Spieler betraten auf Senftenberger Seite nun die Bahn. Doch an diesem Tag boten Heiko Kappel (880) und Roland Ziersch (878) von der ersten Kugel an eine tadellose Leistung und boten dem Gegner die Stirn. Beiden Spielern war anzumerken, dass sie den Sieg wollten. Kappel wartete drei Bahnen, um auf der vierten alles klar zu machen. Spannender machte es Ziersch, der endlich mal wieder ein Ergebnis spielte, das man von ihm sehen will. Seinen Gegner, dem er im Hinspiel klar unterlegen war, bekämpfte er bis zur 200. Kugel und hatte dabei beim Spiel auf die Vollen mit 603 klar die Nase vorn.Das Gesamtergebnis von 5125:5040 war zwar noch kein Verbandsliga-Niveau, doch das störte an diesem Tag niemanden. Mit 20:8 Punkten ist der ESV Lok Guben Landesliga-Meister und verwies Hohenleipisch mit 19:9 und Lauchhammer mit 18:10 Punkten auf die Plätze. Damit gehört Guben in der Saison 2011/2012 wieder der höchsten brandenburgischen Liga an. rz