Dass es sich dabei um den ersten Schritt zu einer späteren Entlassung handelt, bestätigte das Ministerium nicht. Über jede Lockerung entscheide der Chefarzt der Anstalt unter Hinzuziehung externer Gutachter, so ein Ministeriumssprecher.

Der Mann, der als Wolfgang Sch. verurteilt wurde, sich inzwischen aber auf dem Weg einer Geschlechtsumwandlung zur Frau befindet, hatte fünf Frauen und ein Baby in der Umgebung von Beelitz getötet. Tatmotiv war eine schwere krankhafte Sexualstörung. Der Fall machte wegen der Zahl der Opfer und der hohen Gefährlichkeit des Täters bundesweit Schlagzeilen.

Von der Boulevardpresse war er als "Rosa Riese" bezeichnet worden, weil er um seine toten Opfer Frauenkleider drapiert hatte und selbst bei den Taten auch Frauenkleidung trug.

Laut Gerichtsurteil hatte er die Gewaltverbrechen im Zustand einer eingeschränkten Schuldfähigkeit begangen. Die Frauen waren erwürgt, erschlagen und er-stochen worden. Zwei damals zwölfjährige Mädchen hatte er ebenfalls mit einem Messer angefallen, sie konnten jedoch entkommen.