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LHC-Jugend kassiert Klatsche gegen SC Magdeburg

Cottbus. Cottbuser verlieren in der Nachwuchs-Bundesliga mit 24:40 (10:17) gegen die spielerisch und körperlich überlegenen Gäste. Wolfgang Swat / wsw1

40 Gegentore und mehr auf der Minus-Seite sind für jede Handball-Mannschaft eine Klatsche. So gesehen hat die A-Jugend des LHC Cottbus nach der 23:50-Niederlage vor Wochenfrist auswärts bei Flensburg-Handewitt in der Handball-Bundesliga erneut eine Klatsche hinnehmen müssen. Die LHC-Hoffnungsträger kommender Jahre verloren am Samstag in der Lausitz-Arena gegen den Nachwuchs des SC Magdeburg mit 24:40. Je vier Tore für Cottbus erzielten Paul Meisner, Lukas Seifert und Richard Lößner.

Trainer René Althaus konstatierte nach dem Schlusspfiff, dass das Ziel, den Abstand zum Tabellenfünften Magdeburg zu verringern, nicht erreicht wurde. Im Hinspiel war man an der Börde mit 27:42 unterlegen.

Der Unterschied zwischen den Nachwuchsvertretungen des LHC und von Magdeburg drückte sich ganz schnell im Spielverlauf aus. Nach einer 2:0-Führung der Gastgeber enteilten die Magdeburger innerhalb von Minuten auf 3:9. Die Mahnung des Trainergespanns Althaus/Brucke in der Auszeit, in der Abwehr enger zu stehen und den Ball im Angriff schneller laufen zu lassen, fruchtete nur wenig. Bereits zur Halbzeit war die Begegnung beim 10:17 für Magdeburg vorentschieden, zumal die Gäste auch danach nicht nachließen und gegen Ende ihr Ziel, die 40-Tore-Marke zu erreichen, energisch verfolgten.

Auffällig war nahezu über die gesamte Spielzeit das körperliche und spielerische Ungleichgewicht zwischen beiden Vertretungen. Ausdruck fand das vor allem in der unterschiedlichen Spielanlage beider Mannschaften. Die der Gäste wirkte bei allen Fehlern, die naturgemäß jungen Handballern noch unterlaufen, flüssiger als die der Einheimischen. Es gab kaum einen Angriff beim LHC, der nicht mit dem Ball prellend auf die gegnerische Abwehr zulaufend, vorgetragen wurde. Damit wurden der Magdeburger Defensivverbund nicht in Bewegung gebracht und die eigenen Abspielmöglichkeiten eingeengt. Zudem bekamen die Cottbuser Sportschüler ihre Altersgenossen vor dem eigenen Kreis nur schwer zu packen, weil die ihre athletischen Vorteile zu nutzen wussten.

Althaus betonte, dass auch dieses Spiel unter dem Blickwinkel des Lernens und der Vorbereitung auf die Bundesliga-Qualifikation im Frühsommer betrachtet werden müsse. Deshalb erhielten erneut einige Spieler aus der B-Jugend die Möglichkeit, Bundesliga-Luft zu schnuppern, um den Unterschied zur höchsten deutschen Spielklasse zu spüren. "Die Jungs müssen einfach den Kopf oben halten, und die des Jahrgangs 2000 endlich Fuß fassen", forderte er.

Das Ziel Platz neun ist für den Tabellenvorletzten aus der Lausitz noch erreichbar, wenn es gegen Hildesheim, Bremen und Potsdam geht. Mit dem HSV Hamburg ist am Sonntag (16.30 Uhr/Kolkwitz-Center) aber erstmal ein weiteres Schwergewicht zu Gast.