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LHC ergattert ersten Punkt in Berlin

Sechsfacher Torschütze für den LHC: Alexander Takev.
Sechsfacher Torschütze für den LHC: Alexander Takev. FOTO: Beyer/sby1
Berlin. In der Handball-Oberliga hat Vorjahresmeister LHC Cottbus bei der SG OSF Berlin durch ein 22:22-Unentschieden im zweiten Saisonspiel seinen ersten Punkt ergattert. Beste Torschützen waren mit je sechs Treffern Glenn Nietzel und Alexander Takev. Wolfgang Swat / wsw1

Es war ein enges Spiel. Als Berlin 50 Sekunden vor Spielende mit 22:21 in Führung gegangen war, musste man um die Cottbuser bangen, nachdem sie in der 50. Minute beim 19:16 noch mit drei Toren in Führung lagen. Der Vorsprung schmolz danach Tor um Tor zusammen. Nach dem Rückstand fasste sich der starke Alexander Takev ein Herz, setzte sich am Kreis durch. Wurf. Tor. Punktgewinn.

Schon nach zwölf Minuten musste LHC-Trainer Marcel Linge eine Auszeit nehmen, um die Reihen seiner Spieler zu schließen. Das gelang nicht gleich, denn der Rückstand wuchs zunächst auf 3:7 an. Dann waren es die Takev-Brüder Alexander und Robert, die die Aufholjagd einleiteten. Die war bis zur Halbzeit noch nicht ganz erfolgreich, doch beim 9:11 war man dem Gastgeber dichter auf die Fersen gerückt. "Die Moral hat gestimmt. Nach einem solch schweren Beginn gab es in der Vergangenheit auch Spiele, die uns aus den Händen glitten", resümierte Linge. Ein Extra-Lob erntete Torhüter Tony Mudrick, der kurzfristig aus seiner Feuerwehr-Betriebsmannschaft geholt worden war. "Tony hat uns im Spiel gehalten."

In den zweiten 30 Minuten legten die LHC-Spieler noch einen Zahn zu, und nach 38 Minuten hatten sie die Führung an sich gerissen. Bis zur 50. Minute fanden die Berliner kaum Lösungen, dann aber war der LHC nicht mehr so treffsicher und Glenn Nietzel, der nach seinem ausgeheilten Kreuzbandriss einen guten Einstand gab, konnte beim 20:18 einen Siebenmeter nicht im Gehäuse unterbringen.

Der LHC hat nun zwei Wochen Zeit, um die neuen Spieler Schmitz, Reimann, Mulemba und den Tunesier Bacca, der verletzungsbedingt fehlte, weiter zu integrieren. Bei Drittliga-Absteiger Grün-Weiß Werder stehen die Lausitzer am 30. September vor einer weiteren schweren Auswärtsaufgabe.