Vor vier Monaten etwa, war die eine  „Katze aus dem Sack“. Im Monat Mai werden bekanntlich neue Katzen geboren. Und eine davon ist wieder in diesem „Sack“.

Als interessierte Bürgerin unserer Stadt, nahm ich an der letzten Bürgersprechstunde der in dieser Wahlperiode stattfindenden Stadtverordnetenversammlung teil. Im Fokus stand die Debatte um diesen ominösen Brückenschieber. Die Untere Naturschutzbehörde und die sogenannten „erhitzten“ Bürger haben das Vorhaben abwenden können. Da man nicht so oft an einer Bürgersprechstunde teilnehmen kann, fragte ich, ob es möglich ist, in kürzeren Abständen vorzusprechen, als nur eine Stunde in drei Monaten. Man hat es bejaht. Erschrocken war ich dennoch, wie „erhitzte“ Mitglieder einzelner Fraktionen zum Mikrofon griffen, um endlich ihre brennenden Fragen in die Öffentlichkeit bringen zu können.

Und richtig schockiert war ich, als ich in der LR las, dass wieder eine Stufenbrücke daran glauben muss, degradiert zu werden. Und genau hier ist die „ Katze wieder im Sack“.

Heimlich, schnell und ohne das irgendeiner was mitbekommen soll, wird ein perfektes Projekt von einem Lübbener Ingenieurbüro vorgezeichnet.

So schnell mal zustimmen , ohne das die eigenen Fraktionen was vollendet erfahren. Ich bitte die neuen Stadtvertreter, lasst diese „Katze“ ganz schnell aus dem Sack „und macht es dem Brückenschieberzenario nicht nach. Das bisschen übriggebliebene Urtypische vom Spreewald sollte erhalten bleiben.

Misthaufen sind längst verschwunden, Heuschober gibt es nur noch gegen Bezahlung. Und die einzigartigen spreewaldtypischen Stufenbrücken sollen nun auch dran glauben ?

Nur gut, dass die heißgeliebten Kähne noch von Hand traditionell gestakt werden.

Martina Molle, Lübbenau