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Rundschau-Umfrage: Wünsche für 2018
„BER eröffnet noch in diesem Jahr“

Was wünschen Sie sich für 2018 und wie ist 2017 gelaufen, wollte die Lausitzer Rundschau in einer Online-Umfrage wissen, an der 537 Nutzer teilgenommen haben.
Was wünschen Sie sich für 2018 und wie ist 2017 gelaufen, wollte die Lausitzer Rundschau in einer Online-Umfrage wissen, an der 537 Nutzer teilgenommen haben. FOTO: Lydia Schauff / LR
Region. Wie war’s und wie soll es werden? 537 Frauen und Männer haben der Lausitzer Rundschau (LR) bei einer Online-Umfrage verraten, was sie sich für 2018 wünschen, wie 2017 gelaufen ist und wie sie den Übergang ins neue Jahr verbringen werden. Ein erstes Fazit: Gesundsein und Gesundbleiben steht ganz oben auf der Liste der positiven Dinge. Krankheit und Terror hingegen sind Gründe dafür, dass der Rückblick für 2017 eher trübe ausfällt. Lydia Schauff

Kaum hat ein neues Jahr begonnen, werden wieder gute Vorsätze gefasst und die Liste mit Wünschen und Dingen, die man gerne erledigen und erreichen möchte, wird länger und länger. Gefragt nach den persönlichen Wünschen für 2018, steht eine Sache bei den Befragten jedoch unangefochten an der Spitze: Gesund bleiben oder aber gesund werden haben 483 der 537 Teilnehmer angeklickt. Drei Wünsche oder vielmehr drei Antworten konnte jeder Befragte maximal geben. 110 Teilnehmer hoffen in diesem Jahr auf einen Lottogewinn und 109 Mal bekommt das familiäre Glück einen Klick. Gesundheit, gute Finanzen und glückliches Familienleben, das ist die Triade des Glücks. „Endlich mal richtig Urlaub machen“, das wollen 61 der 537 Umfrage-Teilnehmer.

Mit den Antworten liegen die Rundschau-User und -Leser auf einer Linie mit der Mehrheit der Deutschen. So zeigt eine repräsentative Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) vom Sommer 2017, dass Gesundheit für 90 Prozent der Deutschen zu einem guten Leben dazu gehört; 1535 Personen wurden online befragt. Auf Platz zwei steht finanzielle Sicherheit (69 Prozent), Freizeit steht an dritter Stelle (69 Prozent). Zur Top Fünf für ein gutes Leben zählen zudem eine glückliche Ehe (64 Prozent) und Selbstbestimmung (61 Prozent).

Viel Zeit mit der Familie, gute Finanzen, dass es mit dem Studienabschluss klappt, ein gutes Weinjahr oder endlich eine neue Hose kaufen zu können, sind weitere persönliche Wünsche der von der LR Befragten. Besonders oft genannt wird von denen, die Sonstiges (sieben Prozent, 63 der Befragten) angegeben haben, zudem der Wunsch nach Gesundheit für Familie und Freunde sowie für einen selbst.

Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit

Dass Gesundheit ein wichtiger Gradmesser für das persönliche Glück ist, zeigen auch die Aussagen, als es darum geht, zu beurteilen, ob 2017 ein gutes oder eher ein schlechtes Jahr gewesen ist. 38 Prozent (205 Befragte) gaben ihrem persönlichen Jahr 2017 das Urteil „gut“, für 43 Prozent (230 Befragte) war es „mittelmäßig“ und für zwölf Prozent (64 Befragte) „schlecht“. Für „sehr gut“ (fünf Prozent, 25 Befragte) oder aber, das absolute Gegenteil, „sehr schlecht“ (zwei Prozent, 13 Befragte) befanden nur wenige das abgelaufene Jahr. Gefragt nach den Gründen für eine positive oder negative Bewertung, zeigt sich, dass der eigene Gesundheitszustand oder aber die Gesundheit von Familienmitgliedern oder Freunden einen großen Einfluss darauf haben, wie das Fazit ausfällt. „Alle gesund“, „keine Unfälle oder Katastrophen“, „Wir waren gesund“, „gesund geblieben und aktiv gewesen“ schreiben die Befragten, die dem abgelaufenen Jahr im übertragenen Sinn ein Bienchen ins Heft stempeln. Auch Geburten von Kindern und Enkelkindern, Hochzeiten, Erfolg auf und Freude an der Arbeit, der Kauf eines neuen Autos, finanzielle Sorgenfreiheit oder der Renteneintritt haben bei den Umfrage-Teilnehmern für Freude gesorgt.

Für andere hingegen hielt 2017 viel bittere Erfahrungen und Tragik parat: „Todesfall in der Familie“, „hatte einen Unfall“, „Diagnose Krebs, „viele Schicksalsschläge in der Familie“, „Jobverlust“, „viel Stress“, dies sind nur einige der Gründe, warum das Jahr von den Befragten nur als mittelmäßig, schlecht oder sogar sehr schlecht eingestuft wird. Auch das politische Geschehen in Deutschland - etwa die anhaltenden Probleme bei der Regierungsbildung - und in der Welt (Querelen rund um US-Präsident Trump) oder der Dieselskandal haben den Nutzern dieses Jahr die Stimmung vermiest.

Aber: neues Jahr, neues Glück. Grund zum Freuen auf 2018 ist für 197 der Umfrage-Teilnehmer (37 Prozent) die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft, die von Mitte Juni bis Mitte Juli in Russland stattfindet. Auch die Olympischen Winterspiele sorgen bei 13 Prozent der Befragten (68 Personen) für Vorfreude. Für 232 der befragten Personen (43 Prozent) sind es sonstige bevorstehende Ereignisse, die ihnen im neuen Jahr ein Lächeln auf die Lippen zaubern können. Dazu gehören für 21,1 Prozent (49 Personen) der Urlaub oder anderweitige Reisen. Die Reisepläne sind bei einigen auch schon sehr weit gediehen: nach Asien, Norwegen, Sansibar, Dänemark, Kanada, Kroatien oder Italien soll es gehen.

Bevorstehende Hochzeiten der eigenen Kinder oder von Freunden, ein Aufstieg der Cottbuser Fußball-Elf zurück in die dritte Liga, die Geburt von Enkeln oder eigenen Kindern, der Kauf eines neuen Autos oder der Studienabschluss sind weitere Dinge, die die Befragten, die Sonstiges angeklickt haben, als Pluspunkt auf der Positivliste für 2018 genannt haben.

BER eröffnet 2018

Dass der Hauptstadtflughafen ganz unerwartet 2018 eröffnet: Diese Schlagzeile würden 28 der Umfrage-Teilnehmer (fünf Prozent) im neuen Jahr gerne lesen. Wesentlich mehr der Befragten haben jedoch ein Herz für den Fußball in der Region. „Aufstieg geschafft - Energie Cottbus zurück in der 3. Liga“, das würden gerne 33 der Befragten (6,1 Prozent) 2018 lesen, wenn sie die Zeitung aufschlagen. 16 Personen (drei Prozent) hätten 2018 gerne folgende Schlagzeile: „Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt zurück“, elf Personen (zwei Prozent) würden lieber auf einen anderen Politiker verzichten und in den Nachrichten lesen, dass US-Präsident Donald Trump sein Amt aufgibt. Dass die Wirtschaft in der Lausitz boomt, dass die Braunkohle in der Lausitz bleibt, dass Weltfrieden herrscht, dass das Flüchtlingsproblem gelöst und das Chaos in der Asylpolitik beseitigt ist, sind weitere Überschriften, die die Teilnehmer der LR-Umfrage in 2018 gerne in der Zeitung lesen würden. Auch die Schlagzeile „Deutsche Regierung steht“, sollte im neuen Jahr ihren Weg in die Printmedien finden.

Die restlichen Antworten fallen sehr unterschiedlich und teilweise sehr regional aus: „Krebs ist heilbar“, „Die D-Mark kommt wieder“, „Die Zahl der Organspender hat sich verdoppelt“, „Bauarbeiten am Cottbuser Bahnhof sind beendet“, „Burg (Spreewald) bekommt schnelles Internet“, „Krauschwitzer knackt Lottojackpot“ oder „Elbe-Elster bekommt Autobahnanbindung“: Diese Schlagzeilen würden bei Befragten ebenfalls für Begeisterung sorgen.

Mehr Lokales gewünscht

Nachgefragt wurde aber nicht nur, welche Schlagzeilen die 537 Teilnehmer am Rundschau-Panel gerne lesen möchten, sondern auch danach, was sie sich inhaltlich im neuen Jahr konkret von der Lausitzer Rundschau wünschen. 34 Prozent (467 Befragte) möchten viel mehr Beiträge über Ereignisse und Aktuelles vor Ort und in ihrer nahen Umgebung erfahren. Politische Themen aus Sachsen und Brandenburg sollten nach dem Wunsch von 215 der Umfrage-Teilnehmer (16 Prozent) regelmäßig auf der LR-Agenda stehen. Dass sich die Lausitzer Rundschau 2018 mit der Wirtschaft in der Lausitz befasst, wünschen sich 15 Prozent (207 Befragte). An vierter Stelle steht der regionale Sport. Acht Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass dieser in der LR 2018 eine Rolle spielen sollte.

Außerdem wurden die Umfrage-Teilnehmer auch nach speziellen Themen gefragt, und ob die Rundschau diese 2018 umfassen beleuchten sollte. Bis zu vier der elf Antwortmöglichkeiten konnten die Teilnehmer anklicken. Insgesamt 1692 mal wurde geklickt. Das sind die Top Fünf: 17 Prozent (294 Personen) möchten gerne wissen, wie es mit der Braunkohle in der Lausitz weitergeht. 16 Prozent (269 Personen) wollen erfahren, welche Folgen die gescheiterte Kreisreform für Brandenburg hat und was stattdessen passiert. 14 Prozent (gerundet, 239 Befragte) interessieren sich für geheimnisvolle Orte in der Lausitz und ebenfalls 14 Prozent (gerundet, 235 Befragte) möchten genauer erfahren, welche Perspektiven Ostdeutschland hat, während zehn Prozent (165 Befragte) die Geschichte der Lausitz für ein spannendes Thema halten.

Terror lässt wenige kalt

Gefragt nach dem berührendsten Ereignis des Jahres 2017 sind es einerseits die Geburten, Hochzeiten und aufregende Urlaubsreisen, andererseits Todesfälle von Familienmitgliedern, Freunden, geliebten Haustieren oder berühmten Musikern, die genannt werden. Doch auch die Terroranschläge, die Europa erschüttert haben, haben viele der Befragten mitgenommen. Im Mai 2017 sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft, als die Besucher nach einem Konzert der US-amerikanischen Popsängerin Ariana Grande (23) in Manchester auf dem Weg aus der Halle waren. 22 Menschen starben, darunter viele Kinder. Im August fährt ein Lieferwagen in eine Menschenmenge auf der Einkaufsmeile „La Rambla“ in Barcelona. 120 Personen werden verletzt, 13 sterben. Der IS hat sich kurz darauf zu dem Attentat bekannt. Dies sind nur einige der Terroranschläge, die die Welt 2017 erschüttert haben. Da kommt es nicht von ungefähr, dass viele Teilnehmer der Rundschau-Umfrage Frieden als einen Wunsch für 2018 formulieren.

Den Übergang vom alten ins neue Jahr verbringt mehr als die Hälfte der Befragten mit der Familie oder mit Freunden zu Hause (266 Befragte, 53 Prozent) oder aber in einem Restaurant (57 Befragte, elf Prozent). Allerdings lassen es 17 Prozent (93 Befragte) eher ruhig angehen und verbringen Silvester allein zu Hause. Zehn Prozent (52 Befragte) ergreifen zudem die Flucht und verreisen; allerdings vorrangig innerhalb Deutschlands (75 Prozent, 39 Befragte). Für 23 Prozent (zwölf Befragte) geht es weiter weg und der Silvesterabend wird im europäischen Ausland verbracht.