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| 19:38 Uhr

Leserbrief zur geplanten Grundsteuer-Reform
Zum Scheitern verurteilt

Geplante Grundsteuerreform ist nicht umsetzbar

Zum Artikel „ Einigung zur Grundsteuerreform“ in der LR vom 15./16. Juni 2019: Im Artikel steht, dass ein Gesetzentwurf vorgelegt werden soll, wo ist hier von einer Einigung die Rede?

Es wird auch keine Einigung geben, da jede Änderung der bisherigen Berechnung in einem Chaos enden wird. Denn dann müssten etwa 35 Millionen Grundstücke neu bewertet werden.

Das bedeutet, dass bei dem vorgesehenen Zeitraum für die Bearbeitung von fünf Jahren jedes Jahr sieben Millionen Bescheide zu erstellen sind. Wenn man annimmt, dass dafür 1000 Bearbeiter zur Verfügung stehen würden – diese müssten zusätzlich eingestellt werden – dann würde jeder dieser Bearbeiter, bei angenommenen 250 Arbeitstagen pro Jahr, je Tag 28 Bescheide zu erarbeiten haben. Dazu kommen dann die auf jeden Fall zu erwartenden Einsprüche, die man mit 80 Prozent ansetzen kann, also nochmals 22 Vorgänge.

Alle Fachleute sind sich einig, dass diese ganze Reform so zum Scheitern verurteilt ist.