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| 14:57 Uhr

Leserbriefe
Auf die Angebote in Dissen stolz sein

Dissen. Zur Finanzierung des Heimatmuseums und die Diskussion im Amtsausschuss Burg.

Mit reichlich Unverständnis habe ich gelesen, dass sich das Amt Burg aus der Mitfinanzierung des Heimatmuseums in Dissen verabschieden will. Das Amt Burg und seine Gemeinden sollten stolz darauf sein, dass solch ein fachlich kompetentes und gut organisiertes Angebot zur Dokumentation und Präsentation der sorbischen/wendischen Geschichte, von Leben, Brauchtum und Kultur in unserem Amt existiert. In Verbund mit Spreeaue und Arznei- und Gewürzpflanzengarten bieten Museum und Mittelalterdorf „Stary lud“ ein vielseitiges Rund-um-Angebot für Besucher aus nah und fern, auch für Gäste aus den Dörfern des Amtes selbst. Und es sind nicht zuletzt die Hotelgäste aus Burg, die mit einem Besuch der Angebote in Dissen eine Übernachtung mehr zu buchen bereit sind. Als Mitglied des Fördervereins Heimatgeschichte „Stog“ bewegt mich mit großer Sorge, dass Pflege und Erhalt des wendischen Lebens im Amt Burg zunehmend hinter kommerziellen Interessen zurückweichen, was auch auf den angebotenen Märkten und Festen zu spüren ist. Mit ein paar Trachten­umzügen wird sich das Einmalige unserer Region aber nicht erhalten lassen. Daher richte ich meine dringende Bitte an die Vertreter des Amtes Burg, die Folgen einer solchen Entscheidung noch einmal zu überdenken.