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| 18:01 Uhr

Zu Fragen und Antworten zur Grillkohle
Der Bürger soll’s richten

Tropenholz in Grillkohle

Zu „Herkunft von Grillkohle oft ungewiss“ (LR vom 21. Mai): Der Bürger soll es wieder richten. Unseren  und den europäischen Politikern  geht der Umweltschutz am „Arsch“ vorbei. Sie sind nur dafür da, solche Vorschriften für die Wirtschaft aufzustellen, die den Maximalprofit erlauben. Das Setzen auf Freiwilligkeit der Industrie und die Einführung von Labeln und Siegeln bringt für den Verbraucher nichts und schützt die Umwelt nicht. Immer wieder sind schwarze Schafe am Werk, und am Ende sind sie vom Gesetz nicht greifbar. Was ich vermisse, ist die Nennung der Lieferer, die dieses Tropenholz verwenden. Nicht nur Tropenholz in Grillkohle, sondern auch Plastik im Kompost und Recyclingmaterial sind erlaubt. Immer wieder finden sich Aspekte für das Versagen der Politik, Vorstände der Unternehmen und der Kontrollgremien. Immer die gleiche Vorgehensweise, nur keinem auf die Füße treten und dem Bürger die Rettung der Umwelt anlasten. Eigentlich ist der Bürger ja sowieso schuld, denn wie immer fordern wir billige Produkte. Ich frage mich da aber schon, warum ich jeden Samstag einen Stapel Werbung mit immer neuen Sonderangeboten und Tiefstpreisen erhalte. Wer garantiert dem Verbraucher eigentlich bei höheren Preisen die Nachhaltigkeit und Qualität. Ich denke, der größte Schwindel wird hier zur Zeit mit den Schlagworten  „Bio“, „ökologisch“ und „Klimaschutz“  getrieben.

 Reinhard  Schulze, Bad Muskau