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| 18:44 Uhr

Leserreaktion
„Warum haben Sie sich nicht an uns gewandt?“

Zu dem LR-Artikel „Flüchtlingsrat kritisiert Erstaufnahme-Einrichtung“ vom 21. August schreibt  Detlef Rippert:

Mit Befremden habe ich den oben erwähnten Artikel gelesen und frage mich ganz ernsthaft, woher denn eigentlich Frau Katharina Müller von der Nichtregierungsorganisation für die Rechte Geflüchteter ihre Informationen hat, die sie gegenüber der Lausitzer Rundschau zum Ausdruck brachte.

So wurde von Frau Müller unter anderem geäußert, die – ehrenamtlich angebotenen – Sprachkurse seien ebenso wie die Gesundheitsversorgung für die Bewohner und Bewohnerinnen nicht ausreichend. Ganz toll! Und woher weiß sie das alles? Mit wem hat sie gesprochen? War sie denn mal irgendwann hier? Und wenn ja, warum hat sie sich nicht an uns gewandt? Immerhin wäre sie so am dichtesten dran gewesen an der Problematik – als diejenigen Ehrenamtler, die den Unterricht durchführen!

Mal kurz zu den Fakten: Wir sind momentan fünf Ehrenamtler, die bereits seit dem Jahr 2015 Deutschkurse regelmäßig anbieten (Montag bis Donnerstag, jeweils zwei Kurse auf unterschiedlichem Niveau). Dazu kommen Kurse von „Profis“, die für die Bewohner der Einrichtung angeboten und vom DRK finanziert werden – davon scheint aber Frau Müller nichts zu wissen oder sie will es nicht wissen, weil es nicht in ihre enge Vorstellungswelt passt.

Ach ja, noch etwas, das die Frau Müller „etwas“ falsch dargestellt hat: Sie fordert, dass alle Geflüchteten Zugang zu Deutsch-Kursen bekommen sollen – das ist aber schon seit mehreren Jahren Normalität! Jeder kann zu unseren Deutschkursen kommen, es gibt grundsätzlich keinerlei Einschränkungen. Momentan sind in den beiden Kursen zusammen regelmäßig etwa 30 Teilnehmer zu verzeichnen, wir hatten allerdings auch schon Zeiten mit höherer Beteiligung (allerdings gab es damals die „Profi-Kurse“ noch nicht).

Ein Vorschlag für Frau Müller: Kommen Sie doch einfach mal nach Doberlug-Kirchhain und besuchen Sie unseren Verein „Doberlug-Kirchhain.VerEinT“ (wir haben übrigens sicher nicht zu Unrecht 2018 das „Band für Mut und Verständigung“ für unser Engagement verliehen bekommen). Sollten Sie sich tatsächlich ein echtes Bild machen wollen, können Sie doch auch mal die Erstaufnahme-Einrichtung besuchen und, natürlich nur bei entsprechendem Interesse, am Unterricht teilnehmen – ich hätte nichts dagegen.