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| 16:26 Uhr

Leserpost
Wo bleiben heimische Vögel?

Mehr für die Artenvielfalt tun

Seit mehreren Jahren beobachte ich, dass die heimischen Singvögel an den Futterhäuschen immer weniger werden. Seit dem vergangenen Winter sind keine Singvögel, auch nicht die sonst in den zurückliegenden Jahren immer noch anzutreffende Kohlmeise, an meinem Winterfutterhäuschen zu sehen. Nur ab und zu ein paar Sperlinge. Was ist mit unserer Vogelwelt los? Sind wir dabei, sie auszurotten? Auch in den Gärten und Wäldern und auf den Feldern ist aus meiner Sicht eine Verarmung der heimischen Natur zu beobachten. Die Feldlerchen, die früher in unserer Region überall vorhanden waren, gibt es nicht mehr. Auch unser Niederwild - Feldhase, Rebhuhn oder Fasan - ist verschwunden. Nach meiner Auffassung ist es höchste Zeit, dass für den Erhalt unserer heimischen Tierwelt etwas mehr als bisher getan wird. Die Landwirtschaft sollte Pflanzenschutzmittel mit Bedacht einsetzen. Übermäßige Bestände von Greifvögeln, auch Kolkraben und Elstern, sollten zum Erhalt der Vielfalt in der heimischen Tierwelt regulierend begrenzt werden. Die Neubürger in unserer Natur wie Waschbär oder Marderhund, die jedes Vogelnest aufspüren, müssen bejagt werden.

Hecken, Einzelbäume, Schutzstreifen usw. sind als Schutzräume für Niederwild und Vögel zu erhalten. Auch die Schaffung von Nistmöglichkeiten und deren Schutz dienen zum Erhalt der Arten. Der Wolf, der seit 200 Jahren in unserer Region so gut wie nicht vorhanden war, darf sich nicht weiter ausbreiten. Auch er trägt nicht zur Artenvielfalt bei. Wenn unsere Kinder, Enkel und Urenkel noch in 20 Jahren einen Vogel bei der Winterfütterung beobachten wollen, dann muss bald etwas geschehen.

(Peter Schumann, Großrössen)