ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:59 Uhr

Lesermeinung
Wir müssten, sollten, könnten

Zu Annalena Baerbock Von Werner Hanko

( ... ) Nach den sehr warmen und trockenen letzten Monaten – die Talkshows hatten Sommerpause –, geht es im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wieder los. Zum Thema Klima werden wieder die „Experten“ eingeladen. So will Frau Baerbock die Kohlekraftwerke abschalten, ohne zu sagen, woher der Strom kommt, den wir in Notsituationen daraus beziehen. Wir sollen aus der Kohle aussteigen – andere Länder errichten Kohlekraftwerke. Wir machen uns alle etwas vor – bei uns geht es nur um Wachstum. Ihre Vorschläge beschränken sich auf: Wir müssten, wir sollten, wir könnten. Aber weil es komplexer ist und weil es dabei Probleme gibt, wird es dabei dann auch belassen. Warum redet sie nicht darüber, das Thema Wachstum (Wohlergehen) anders zu definieren – nicht immer mehr, schneller, größer, sondern weniger und mal zurückstecken?

Frau Baerbock hat Öffentliches Recht und Politik studiert, meldet sich in den Fernseh-Talkshows aber als Expertin für Energie, Migration, Klima und Landwirtschaft zu Wort. Sie hat natürlich keine Ahnung von physikalisch-chemischen Zusammenhängen beim Klima. Eben eine Grüne, aber sie will uns eine Klimapolitik aufdrängen. Frau Baerbock reitet als Grüne intensiv auf der Klimadebatte herum, aus diesem Grund steht sie besonders in der Pflicht, nicht Wasser zu predigen und Wein zu trinken. Ich würde von Frau Baerbock wissen wollen, was sie ganz persölich für den Klimaschutz tut. Denn sie nutzt zum Beispiel sicherlich auch den Fahrdienst des Bundestages mit seinen spritfressenden Audi A6 Quattro. ( ... )

Frau Baerbock fordert die Aufgabe der Nord-Stream-2-Pipeline, aber nicht aus Umweltgründen. Sie befürchtet die Abhängigkeit gegenüber Russland, also politisch motiviert. Was bei Frau Baerbock meinerseits erkennbar ist, dass sie der Auffassung ist, wenn Deutschland etwas reguliert, ändert sich das Klima der Welt. ( ... )

Werner Hanko, Lauchhammer