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Wer legt fest, was Hunde wo dürfen?

Zum Artikel "Hunde müssen in Cottbuser wieder an die Leine" (RUNDSCHAU vom 27. Februar) schreibt Leser Karl-Heinz Schröder aus Cottbus.

Im Land Brandenburg gilt die Hundehalterverordnung vom 16. Juni 2004. Der Paragraf 2 beinhaltet das Führen von Hunden, der Paragraf 3 die Leinenpflicht. Diese Paragrafen werden in den jeweiligen Stadt- bzw. Gemeindeordnungen untersetzt. In der Stadtordnung Cottbus geht es im Paragrafen 5 um Tiere und in den Paragrafen 1 und 2 um den Geltungsbereich und die diesbezüglichen Begriffsbestimmungen. Der Geltungsbereich bezieht sich auf das Stadtgebiet Cottbus. Das heißt, für den nördlichen Auslaufweg gilt die Stadtordnung vielleicht noch etwa 500 Meter, wenn man die ehemaligen Rieselfelder mit einbezieht.

Weiter nördlich hat die Stadt ihre Flächen verkauft. Dort wurden Bäume gerodet und verkauft. Wie mir mitgeteilt wurde, hat der neue Besitzer die Auflage, Neuaufforstungen vorzunehmen. Hoffentlich kontrolliert das auch die Stadt und hat nicht nur das Geld kassiert.

Noch weiter nördlich bis zum Ende der Hundeauslaufstrecke ist das Amt Peitz zuständig. Die Stadtordnung gilt hier also gar nicht und der Paragraf 3 der Hundehalterverordnung sieht für diese Gegend keinen Leinenzwang vor. Ausnahmen gelten hier nur nach Paragraf 8. Ansonsten gelten auch Gesetze der Land- und Forstwirtschaft. Die Stadt Cottbus kann hier jedenfalls nicht kassieren.

Die aufgeführten Gründe für die Rücknahme der Auslaufstrecke kann man nur als "vorgeschoben" sehen. Ich weiß nicht, wer die Spuren im Schnee festgestellt hat. Waren es vielleicht Dackelspuren oder gar ein Wolf? (…)