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| 18:43 Uhr

Lesermeinung
Weiter lernen und vieles hinterfragen

Klimademos von Schülern und viele Fragen Von Thomas Buckatz

Ich verfolge die Berichte über die Demos der jungen Leute mit großer Verwunderung, auch in der LR. Es scheint so zu sein, wenn wir morgen keine Kohle mehr zur Sicherung unserer Energieversorgung nutzen, ist die Welt gerettet. Für mich steht die Frage: Was wird heute in der Schule gelehrt?

Es steht fest: Energie kann man nicht erzeugen, sondern nur umwandeln, hab ich gelernt. Das wird sich auch nicht ändern, das ist Physik. Physik ist überhaupt der Schlüssel zum Verständnis der Energiebereitstellung, Wünsche helfen da nicht weiter.

Dann sollten sich die jungen Leute auch mal mit der Zusammensetzung der Atmosphäre beschäftigen. Ganz besonders mit dem „Klimakiller“ CO2. Sie werden erstaunt sein, wie groß der Anteil ist. Wenn sie dann noch ehrlich weiterschauen, wie viel davon vom Menschen gemacht ist und wie viel davon aus Deutschland kommt, sollte bei dem einen oder anderen jungen Menschen die Frage aufkommen, wie kann das sein. Vor allem wenn man Prozentrechnung beherrscht und Mengen ins Verhältnis setzen kann.

Es kann auch nicht schaden wenn man weiß, was Temperatur bedeutet und worin der Unterschied zwischen Wetter und Klima besteht. Zu guter Letzt, wenn es eine Möglichkeit gibt, ohne konventionelle Rohstoffe elektrische Energie rund um die Uhr zu bezahlbaren Preisen bereitzustellen, können wir sicher die Förderung von Kohle einstellen. Aber so lange das nicht der Fall ist, ist es so, als würde man aus einem fliegenden Flugzeug springen und der Fallschirm wird aber erst viele Jahre später erfunden.

Mein Vorschlag ist, die jungen Menschen sollen sich in der Schule (beim Studium) Grundlagen aneignen und auch mal etwas hinterfragen. Es könnte ein Problem auftreten, wenn man einer vermeintlich guten Idee nachgeht, die Sache aber nicht objektiv betrachtet oder betrachten kann.