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Lesermeinung
Wasser-Thema ist jetzt anzupacken

Meinung | Cottbus. Frau Miersch hat mir mit ihren Aussagen im Artikel „Streit um den Pinnower See geht weiter“ in der vergangenen Woche aus dem Herzen gesprochen. Ich bin auch der Meinung, wir müssen schnellstens etwas unternehmen, um den rapiden Wasserverlust des Großsees und Pinnower Sees zu stoppen. Hier sind alle Partner gefordert – das Umweltministerium, der Kreis Spree-Neiße, die Gemeinde und der Betreiber des Campingplatzes. Wolfgang Güttler

Ich teile die Meinung des Pressesprechers des Umweltministeriums Herrn Schade nicht, wenn er sich öffentlich äußert, dass das Umweltministerium nicht handeln wird! Für mich als Bürger nicht nachzuvollziehen.

Diese Umweltangelegenheiten gehen nicht nur die ansässigen Gemeinden etwas an, sie gehen auch die übergeordneten Dienststellen wie das Umweltministerium etwas an. Wir wollen doch die schöne Naturgebiete für unsere Nachkommen erhalten und nicht zusehen, wie diese so still und heimlich von der Landkarte verschwinden. Es ist also ein Irrtum, wenn die Fachbehörden von veränderten klimatischen und meteorologischen Bedingungen ausgehen.

Wenn ich von diesem Sommer ausgehe, dann hat es rund um den Großsee und den Pinnower See lang anhaltend stark geregnet. Die natürliche Wasserzuführung reicht aber nicht mehr aus, weil die verantwortlichen Landesbehörden, den Wasserverlust außer Acht gelassen haben. Beweisfotos von einem schönen wassereichen Großsee und Pinnower See gibt es reichlich.

Abschließend möchte auch ich bemerken: Jetzt ist es an der Zeit zu handeln, um noch einiges zu retten – und nicht, wenn das Kind völlig in den Brunnen gefallen ist.