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Warum nicht verhütten statt lagern?

Ulrich Gerasch aus Cottbus schreibt zur "Verockerung" der Spree und dem Verbleib des Eisenhydroxid-Schlamms:

Seit geraumer Zeit wird in den Medien über den weiteren Umgang mit dem aus der Spree gefilterten "Ockerschlamm" diskutiert. Nun kommt der Vorschlag, das ganz sicher aufwendig entfernte Substrat in einen See bei Altdöbern einzubringen. Bei dem "Ockerschlamm" handelt es sich um Eisenhydroxid mit einer wechselnden Zusammensetzung (. . .). Diese Verbindung mit unterschiedlichem Wassergehalt kommt in der Natur in verschiedenen Erzen als Geothit, Nadeleisenerz, aber auch als Raseneisenerz ("Eisenocker") vor. Diese Minieralien haben einen Eisengehalt von bis zu 60 Prozent und sind ein wichtiges natürliches Ausgangsprodukt bei der Eisen- und Stahlgewinnung. Raseneisenerz wurde im späten Mittelalter bei Peitz gegraben und in der Peitzer Eisenhütte verarbeitet. Es stellt sich die Frage, ob der Transport des "Ockerschlamms" nach Altdöbern erfolgen sollte oder ob derselbe nicht im nahen Eisenhüttenstadt zur Verhüttung (Eisengewinnung) kommen kann?