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| 02:39 Uhr

Warnschüsse Richtung Berlin

Gerald Feister aus Peitz schreibt zum Ausgang des italienischen Verfassungsreferendums und zu den politischen Reaktionen: Ganze drei von 19 italienischen Regionen haben dem Referendum der Regierung zugestimmt. Es sind genau die drei mit dem höchsten BIP, demnach auch die drei, in denen es den Italienern gut geht.

Alle anderen Regionen haben seit Jahren Wohlstandsverluste zu verzeichnen. Die Menschen sind wütend, und dem Referendum deshalb nicht gefolgt. Das war in Großbritannien (Brexit) und den USA (Trump-Wahl) auch so. Drei Warnschüsse hat die Bundesregierung nun erhalten. Sie lernt aber nicht. Den meisten Deutschen geht es schlechter als je zuvor, auch wenn das sogenannte Establishment ständig das Gegenteil propagiert. 13 Millionen Deutsche können nicht von ihrer Arbeit leben. Hartz IV, Umschulungen, 400 Euro Jobs, Leiharbeit, Werksverträge, Niedriglohn etc. sind die Regel. Jeder auch nur durchschnittlich intelligente Mensch kann das jeden Tag sehen.

Nur die Politdarsteller in Berlin wollen das nicht sehen, und das wird sich böse rächen, im September 2017. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat niemand so viel Schaden angerichtet wie Merkel, Gabriel, Nahles und die grünen Utopisten. Viel mehr Schaden als die geschasste AfD, denn die hatte ja noch gar keine Gelegenheit. Wird sie aber dank unserer Regierung bald bekommen. Herr, wirf Hirn vom Himmel, am besten direkt in den Reichstag.

Strukturreform an den Menschen vorbei

Niels Ullmann aus Lübbenau schreibt zur Kreisreform in Brandenburg:

Das Aufregerthema im Land und in der Region ist zweifelsfrei die angestrebte Gebietsreform. Große Aufregung bei den Politikern, Touristikern und Menschen aus dem Unter- und Oberspreewald, die berechtigterweise ihre einmalig schöne Naturlandschaft im zukünftigen Kreisnamen wiederfinden möchten. Deshalb sollte man schon genau hinschauen, ob es bei der beliebten "Grünen Woche" im Januar wieder zu den Hofierungsszenarien an den Spreewaldständen kommt, wenn Woidke, Schröter oder Görke erscheinen! Denn anstatt, wie sonst, ihnen auf die Schulter zu klopfen und dahin zu kriechen, wo ein Fußtritt gerechtfertigter wäre, sollte man diesen selbstherrlichen und Mehrheitswillen missachtenden Politikern unmissverständlich die kalte Schulter zeigen! (. . .) Ich bin stolz auf meine Stadt Lübbenau, wo das Parlament und unser tüchtiger Bürgermeister (parteilos) klar Stellung zu dieser unerwünschten Strukturreform bezogen haben. Auch der Lübbener Bürgermeister Kolan(SPD) zeigt seinen Genossen in Potsdam die rote Karte, sodass noch Hoffnung auf seriöse Korrekturen besteht! Übrigens kämpfen Kommunen und Regionen in Thüringen mit den gleichen Problemen!

Polarisierender Text über die Zukunft der Lausitz

Pfarrerin Jadwiga Mahling schreibt zu "Berliner Blick und Lausitzer Kohlewirklichkeit" (LR vom 1. Dezember):

Mit Interesse habe ich als Pfarrerin der Kirchengemeinde Schleife, die Gastgeberin der taz-Diskussion war, Ihren Artikel (. . .) gelesen. Leider habe ich die Berichterstattung in Wort und Bild als selektiv und polarisierend wahrgenommen. Ziel der Diskussion war nicht die Auswertung der Pfingstereignisse in der Lausitz, sondern Thema der Diskussion war "Die Lausitz in 25 Jahren. Was wir wollen und was nicht." Im Artikel werden nur Diskussionsbeiträge von Leag, Bürgermeistern und "Ende Gelände" zitiert. Nicht erwähnt wurden die konstruktiven Diskussionsbeiträge aus Kirche, dem sozialen Bereich, dem Bündnis "Strukturwandel jetzt" und mehrerer sorbisch/wendischer Vertreter, die sich alle als Lausitzer gegen eine Weiterführung der Braunkohle tagebaue aussprachen. Über 120 Menschen waren in die volle Schleifer Kirche gekommen. Das größte der veröffentlichten Bilder ist vor Beginn der Diskussion entstanden, die gezeigte leere Stuhlreihe war während der Veranstaltung voll. Aus meiner Sicht war es eine sehr vielschichtige, differenzierte und gelungene Diskussion über unsere gemeinsame Zukunft hier in der Lausitz. Das wiederzugeben, hätte ich mir von der Berichterstattung gewünscht.

Nicht besser als ein Steuerhinterzieher

Roland Klose aus Bad Fredeburg schreibt zu "Keine Sperre für Werners Elfer-Schwalbe" (LR vom 6. Dezember):

Ich stehe voll hinter den Aktionen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), wenn dieser zu Recht "Fairplay" und "Respekt" im Fußball fordert. Deshalb kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen, dass Timo Werners (RB Leipzig) Elf-Meter-Schwalbe im Spiel gegen Schalke 04 straffrei bleiben soll. Schließlich hat sich Timo Werner mit seiner Schwalbe eindeutig einen Vorteil erschlichen, der keinesfalls ein Kavaliersdelikt ist. (. . .) Timo Werner ist diesbezüglich nicht besser als ein Steuerhinterzieher, weil er sich durch seine Schwalben-Inszenierung eine Siegprämie ergaunert hat, die er nicht verdient. (. . .)