| 18:03 Uhr

Walddrehna
Wanderung mit der Naturwacht

Die „Gerosburg“ ist auf einer Tafel gut beschrieben.
Die „Gerosburg“ ist auf einer Tafel gut beschrieben. FOTO: Erich Kuhtz
Erlebnisreichen Vormittag in Walddrehna verbracht.

Naturfreunde haben zu einer Wanderung in Walddrehna eingeladen. Unter Führung von Naturwcht-Ranger Herrn Bollack hatten die Teilnehmer der Wanderung einen erlebnisreichen Vormittag in der Natur. Der Ranger erklärte die geschichtliche Entstehung des Niederlausitzer Landrücken, entstanden in der letzten Eiszeit, beginnend vor etwa 115000 Jahren. Dabei entstanden um Walddrehna und Gehren Täler und Erhebungen bis 140 Meter, darunter der Königsberg. Anziehungspunkt ist der Teufelsstein als größter Findling in Südbrandenburg. Interessant waren die Ausführungen zu Flora und Fauna zur früheren Zeit und die aktuellen Bezüge in der Natur, bedingt durch viele Veränderungen in der jetzigen Zeit. Auffällig war, dass trotz der warmen Temperaturen wenig Insekten und Fliegen zu sehen waren. Vereinzelt waren jedoch die üblichen Frühjahrsfalter festzustellen. Besonders waren die Erklärungen über das Vorhandensein von „Hängenden Mooren“ in dieser Gegend. Feuchtgebiete in Senken führen in der Regel das ganze Jahr über Wasser, so dass das Wachstum von Magnummoos möglich ist, welches durch jahrelange Ablagerungen zum Moorboden führt. Zur Siedlungsgeschichte der Wenden, wohnhaft in einer Slawenburg, umgeben von Schutzwällen und Gräben wurden die Kämpfe gegen die Deutschen beschrieben, nach deren Sieg die slawische Ansiedlung in „Gerosburg“ umbenannt wurde. Noch erkennbar sind zwei Lichtungen an einem steilen Berg.