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Leserbrief
Von Eltern verursachtes Problem

Meinung Zum Beitrag  „Schülerverkehr bleibt Ärgernis“:

Ein von Eltern verursachtes Problem wird hier auf dem Rücken der Kinder und Busfahrer ausgetragen. Auch meine Kinder gehen in Döbern in die Schule und ich bin heilfroh, dass sie selbstständig in die Schule fahren. Denn was ich morgens auf dem Parkplatz erlebt habe, ist angsteinflößend. Bei einigen Eltern hört Verständnis und Rücksichtnahme auf, sobald das eigene Kind das Fahrzeug verlassen hat. Dann wird gedrängelt, beleidigt und beschimpft. Mir ist es passiert, dass meine Kinder aus dem Auto gestiegen sind und ich mich auf den Rückweg machte. Da auf dem Fußgängerweg die Grundschüler unterwegs zur Schule waren, wartete ich, bis diese vorbei waren. Fahrer hinter mir hupten aus Empörung und zeigten mir einen Vogel, weil ich auf die Schüler Rücksicht nahm.

In Ihrem Artikel wird das Amt aufgefordert, die unmögliche Situation zu entschärfen. Dabei sind es die Eltern, die diese Gefahr für unsere Kinder verursachen. Kinder sollen zu selbstständigen Menschen erzogen werden. Leider wird das von einigen Eltern nicht immer gefördert. Einige Eltern würden Ihre Kinder auch noch bis in Klassenzimmer fahren.

Jeder möchte sein Kind zu einem selbstständigen und verantwortungsvollen Menschen erziehen und überlegen, ob es für das eigene Kind nicht besser wäre,  mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule zu fahren.

Ich würde an alle Eltern appellieren, sich verantwortungsvoll und rücksichtsvoll zu verhalten und unsere Kinder nicht unnötig auf dem Weg zur Schule in Gefahr zu bringen. Wenn jeder ein bisschen mehr Rücksicht auf den anderen nimmt, könnte sich die Situation für unsere Kinder verbessern.

Ilka Netzker