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Vom Abgeordneten merke ich nur wenig

Hans-Jürgen Gresch aus Koßdorf schreibt zu "AfD überholt in Umfrage erstmals CDU" (LR vom 1. Oktober): Zu dieser Umfrage äußert sich auch Michael Stübgen, MdB, in der Rundschau: "Das hohe Abschneiden der AfD in Brandenburg sei alles andere als erfreulich", sagt er.

Herr Stübgen, haben Sie sich schon einmal darüber Gedanken gemacht, was Ihr Anteil an diesem Zustand ist? Sie sind Mitglied im Deutschen Bundestag. Welche Pflöcke haben Sie bisher im Landkreis Elbe-Elster als Kreisvorsitzender der CDU und Mitglied im Landesvorstand der CDU in Brandenburg eingeschlagen? Ich bin ein sehr politisch interessierter Bürger dieses Landes. Von Herrn Stübgen erfährt man sehr wenig. Er organisiert das ein oder andere Auslandspraktikum und ist präsent, wenn die Brandenburger CDU ihren Spitzenkandidaten für die nächste Bundestagswahl nominiert.

(. . .) Er ist für mich der unbekannteste Hinterbänkler des Deutschen Bundestages. (. . .) Zu lange in einem gut bezahlten sicheren Amt, mit einer sicheren Abfindung nach dem Ausscheiden macht offenbar blind und abhängig.

Die AfD muss inhaltlich gestellt werden

Rasmus Helt aus Hamburg schreibt zum gleichen Thema: Der anhaltende Höhenflug der AfD kommt nicht überraschend. Denn das Kernproblem bleibt, dass die anderen Parteien die selbsternannte Alternative mit ihren vermeintlich einfachen Antworten überhaupt nicht inhaltlich stellen, obwohl jegliche Form von antiliberalem Gedankengut schon durch die verheerende Außendarstellung die wirtschaftliche Perspektive einer Region im erheblichen Maße schädigt. Deshalb spricht hier sehr viel dafür, dass die Betonung der Heimatliebe vor allem (wahl-)taktischen Zwecken dient, zumal führende Personen wie etwa Alexander Gauland erst nach der Wende nach Brandenburg übergesiedelt und damit im strengeren Sinne selbst "Migranten" sind!

Schlingerkurs der Uno bringt keinen Frieden

Gesina Braun aus Spremberg schreibt zur Lage in Syrien: Offiziell wird das Scheitern der russisch-amerikanischen Syrienverhandlungen der russischen Seite angelastet. Dass daran der verhängnisvolle "regime-change"-Kurs der USA und ihrer Verbündeten keinen geringen Anteil hat, lässt sich wohl kaum leugnen. In der jüngsten russisch-amerikanischen Syrienvereinbarung war festgelegt worden, dass sich die sogenannten "moderaten Rebellen", die die USA als Bündnispartner betrachten, von den als terroristisch eingestuften Milizen trennen bzw. distanzieren müssen. Warum ist diese Festlegung von der US-Seite in Aleppo nicht umgesetzt worden? Dort bedienen sich die Rebellen fortgesetzt der Unterstützung fundamentalistischer Terrorgruppen, allen voran der von den Golfstaaten finanzierten Nusra-Front, die sich um Waffennachschub keine Sorgen machen muss. Braucht man diese Klientel für Assads Sturz? Weiterhin fällt auf, dass die Verbrechen der zahlreichen Terrororganisationen, die auf syrischem Territorium operieren, weitgehend im Dunkeln bleiben.(. . .) Und noch etwas ist zu hinterfragen: Vor dem Angriff auf den Hilfskonvoi der Uno mit 20 Toten drohte das US-Bombardement auf die syrischen Regierungstruppen mit 90 Toten die amerikanisch-russischen Syriengespräche zum Scheitern zu bringen. Der eine Vorfall wurde als bedauerliches "Versehen" aus dem Fokus genommen, der andere war als vorsätzliches Verbrechen in aller Munde. Die Klage der syrischen Seite hat die Uno kaltblütig abgeschmettert. Anstatt beide Vorfälle ernst zu nehmen, gerecht aufzuarbeiten und einen Konsens zu finden, der ein Weiterverhandeln ermöglicht hätte ohne Parteinahme für eine Seite, setzt die Uno den Schlingerkurs mit wechselseitigen Schuldzuweisungen fort. So findet der Krieg, die Hauptursache für Flucht und Tod, kein Ende.

Falsche Fansrichtig duschen

Erika Krüger aus Tröbitz schreibt zum Leserbrief von Volker Wenk zum Thema "Krawallmacher im Stadion müssen künftig zahlen" (LR vom 27. September):Bravo, Herr Wenk, schon lange vertrete ich Ihre Meinung. Aber Beregnungsanlagen? Dies "Fans" brennen doch auch nicht nur ein Streichholz an. Gegen solche Typen hilft doch nur eine kräftige Dusche von einem Feuerwehrschlauch. Und das ein paar Mal eingesetzt, schon werden wir solche Bilder nicht mehr sehen müssen.