ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:50 Uhr

SPD und die Hartz-IV-Debatte“ 
Viel sozialerSprengstoff

Es kommt ja nicht gerade selten vor, dass besonders Leitartikel in der LR  den Widerspruch der Leser herausfordern oder auch provozieren. Dieser Beitrag findet allerdings weitgehend meine Zustimmung. Obwohl sozialer Sprengstoff auch darin enthalten ist, was die Betroffenen angeht.

Wenn in dem Beitrag davon die Rede ist, dass laut Statistik das Verhältnis der verhängten Sanktionen gegen alle erwerbsmäßigen Hartz IV-Empfänger gerade einmal drei Prozent ausmacht, komme ich etwas ins Grübeln. Frei nach dem Motto „Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“.

In einem Beitrag zur Arbeitslosenstatistik hat der Chef der Arbeitsagentur Südbrandenburg, Heinz- Wilhelm Müller, folgenden Satz geprägt. „Faulfieber ist eine Krankheit, die selten vom Arzt diagnostiziert wird.“

Es ist zutiefst ungerecht und nicht erklärbar, wenn  erwerbsfähigen Hartz IV-Empfängern ein anstrengungsloses Grundeinkommen gesichert wird.  (...) „Solange der Staat aber das Existenzminimum von Langzeitarbeitslosen auf der Grundlage  von Leistung und Gegenleistung abdeckt, gilt es, auch diejenigen im Blick zu behalten, die das Ganze mit ihrer Arbeit bezahlen.“ Das sollte man Frau Nahles und ihren Genossen ganz dick ins Stammbuch schreiben.

Hans-Jürgen Gresch, Koßdorf