| 14:46 Uhr

Lesermeinung
Verdrängung

Klima und Kohle

Zu „Sonne und Wind sind aber nicht planbar“(LR, 8. November): Verblüfft hat mich das Interview des Prof. Schwarz von der BTU. (...) Sonne und Wind sind nicht planbar, OK. Aber wenn eine, wie er sagt, „Sturmfront in Deutschland durchgeht“, dann befand sie sich vorher in Frankreich oder GB und nachher in Polen oder Skandinavien, will sagen, ein stärkerer Stomverbund löst ein Teil seiner „Dunkelflaute“, (Sonne ist analog zu sehen), aber davon kein Wort von ihm. Wenn er formuliert, wir werden sehr lange Kohle-KW brauchen, dann geht er wohl irrtümlicherweise davon aus, dass es in dieser „sehr langen Zeit“ null Fortschritt in der Speichertechnologie gibt. Wie kommt er zu dieser irrigen Annahme? Er macht den Bürgern Angst vor hohen Stromkosten. Er sagt aber kein Wort zur ungleichen Lastenverteilung der Kosten, die bei der Einführung der Erneuerbaren auftreten, die zu großen Teilen dem kleinen Mann aufgebürdet werden, damit die großen Unternehmen geschont werden können. Andererseits bedeuten jetzt einige Cent weniger Stromkosten durch langen Betrieb der Kohlekraftwerk-Dreckschleudern, dass unsere Kinder dann zum „Ausgleich“ das Hundertfache werden bezahlen müssen, weil sie extrem unter der dann eingetretenen Klimaveränderung werden leiden müssen, einschließlich der dann weiter extrem anschwellenden millionenfachen Flüchtlingswellen aus dem vertrocknenden Süden. Ich habe eine ganz allgemeine Frage: Inwieweit „unterstützt“ die Leag die BTU finanziell und ergeben sich daraus Abhängigkeiten, die sich eventuell in Gefälligkeitsgutachten manifestieren? (...)