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| 16:46 Uhr

Lesermeinungen
Unausgeglichener Deal

Keine Ruhe in Afghanistan

Bei der bereits seit vielen Jahren bestehenden Zuwanderung aus dem kriegs- und krisengeschüttelten Afghanistan kommen überwiegend junge Männer im besten Alter. Daraus ergibt sich (...) die Schlussfolgerung, dass sie sich den Pflichten und der Verantwortung in ihrem Heimatland entzogen haben. Mit dem Ziel, hier bei uns (...) ein sicheres und wohlwollendes Leben führen zu können. Leider kommt es immer wieder vor, dass einige sich nicht an die (...) Gegebenheiten unseres gastgebenden Landes halten. Bei Entgleisungen jeglicher Art gibt es nur eine Entscheidung: sofortige Ausweisung  (...). In gleichem Atemzug senden und stationieren wir – und das bereits auch über viele Jahre – unsere Soldaten nach Afghanistan. Mit dem militärischen Auftrag, unter Einsatz von Leben und Gesundheit die glühenden Kohlen aus dem Feuer zu holen (das bereits mit 53 getöteten Soldaten). Es ist ein menschlich und materiell unausgewogener Deal mit einem sehr hohen Preis für uns – und das bisher ohne jeden Erfolg. Russland als große Militärmacht hat sich in zehn Jahren trotz massiver Einsätze bei sehr hohen Verlusten auch ohne jeden Erfolg in diesem Land die Zähne ausgebissen. Ungeachtet dieses Tatbestandes haben sich danach einige Westmächte, wo auch die Bundesrepublik Deutschland dazugehört, berufen gefühlt, militärisch in dem Land zu agieren. Nach den bisherigen Erfahrungen und Kenntnissen ist und bleibt Afghanistan in allen Belangen zum Leidwesen der dortigen Menschen ein Land ohne Frieden. Die ständig aktiven Feinde kombiniert mit einer ausgeprägten Korruption im Zivilbereich wirken wie ein unheilbares Krebsgeschwür mit immer neu ausbrechenden Metastasen. (...)

Gerhard Gallasch
Krauschwitz