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UN dürfen zu Syrien nicht schweigen

Dieter Lehmann aus Falkenberg/Elster schreibt zum Artikel "Hilfsgüter gehen in Syrien in Flammen auf" (LR vom 21.09.16):

In Syrien wird geschossen, gebombt und gemordet. Verantwortlich für diesen schrecklichen Krieg sind verschiedene Gruppierungen, darunter auch die gegenwärtige syrische Regierung. Eine vor wenigen Tagen endlich vereinbarte Waffenruhe wurde vorzeitig beendet, ein UN-Hilfskonvoi unmittelbar danach bombardiert.

Wie lange will die Völkergemeinschaft - und ich meine hier die Vereinten Nationen - derartige Kriegsverbrechen noch hinnehmen, ohne dass die dafür Verantwortlichen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden? Jeder, der Kriege zu verantworten hat, egal ob Regierender, militärischer Befehlshaber oder Oppositionsführer, sollte fürchten müssen, dass er früher oder später - sobald er ergriffen wird - sich vor einem internationalen Kriegsgericht zu verantworten hat. Kriege in unserer heutigen hoch technisierten Welt sind kalkulierter Massenmord!

Deshalb müssen auch jene, welche die Waffen für Kriege entwickeln, herstellen und verkaufen, mitverantwortlich gemacht werden.

Die Menschheit sollte sich weltumspannend zum Pazifismus bekennen. Und dazu müssen die verschiedenen UN-Organisationen in ihren Befugnissen wieder gestärkt und durchsetzungsfähig gemacht werden. Nur so kann das erdumspannende Kriegschaos irgendwann einmal beendet werden.