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| 19:24 Uhr

Machos wollen Söhne haben
Der Mann ist das Problem

UN-Bevölkerungsbericht

Zu „Storch oder Pflug und die Armutsfalle“ (Kommentar in der LR vom 11. April):

Anders als der Kommentator André Bochow schreibt, beschäftigt die globale Bevölkerungsexplosion die Leute sehr. Gut, dass er das Thema einmal in die Zeitung bringt. Was soll man aber mit der Halbwahrheit anfangen, dass die Frauen im globalen Durchschnitt mittlerweile 2,5 Kinder bekommen? Wir haben schrumpfende westliche Gemeinschaften und arme Staaten wie Sierra Leone mit 6,1 Kindern pro Frau (Sierra Leone soll übrigens weltweit den größten Reichtum pro Kopf exportieren, Diamanten, Gold und anderes). 2,5 Kinder pro Frau: Zwei 40-jährige Frauen können fünf kleine Kinder oder fünf erwachsene Kinder und bereits Enkel haben. Das hat auch Einfluss auf das Bevölkerungswachstum.

Noch ein Gedanke: Wo in einem Staat mit 100 Millionen Einwohnern nur vier Millionen über 60 Jahre alt sind, würde es sogar bei Durchsetzung der Ein-Kind-Familie noch über viele Jahre einen Geburtenüberschuss geben. Zumal die Ein-Kind-Familie ins Chaos führt, weil die Patriarchen weltweit genauso Wert auf die Geburt eines Sohnes legen wie unsere Machos auf ihre SUV und Knattermotorräder. Der Mann ist das Problem.

Ernst Hoffmann, Cottbus