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| 19:14 Uhr

Steuern fürs Klima
Alle Prozesse bitte gleich behandeln

Wann tritt tatsächlich eine CO2-Einsparung ein?

Die verworrenen Gedankengänge unserer Politiker sind nicht mehr nachvollziehbar. Eigentlich sollte es doch darum gehen, alle CO2-verursachenden Prozesse gleich zu behandeln. Für die Energieträger sollte die Besteuerung in der jetzigen Form total abgeschafft werden. Eingeführt werden sollte eine CO2-Abgabe (Steuer) von 350 Euro pro Tonne CO2-Ausstoß. Diese Abgabe wird dann auf Benzin, Diesel, Heizöl, Gas, Braunkohle, aber auch auf Kerosin fällig. Gleiches sollte auch für alle Produktionsprozesse in der Industrie und Landwirtschaft gelten. Bedenken muss man auch, dass das viel gepriesene E-Auto eine enorme Menge an CO2 für die Herstellung des Akkus benötigt. Je nach Rechenbeispiel ergibt sich eine Fahrleistung von 75 000 bis 100 000 Kilometer, ehe eine tatsächliche CO2-Einsparung eintritt. Für mich unverständlich ist, dass in jedem Rechenbeispiel der „Experten“ immer genau dargestellt ist, wie sich die Preise von Diesel und Benzin verändern. Interessieren würde mich aber mal, wie sich Flugpreise und die Preise von Kreuzfahrtschiffen ändern würden (müssten). Wer glaubt, dass Mehreinnahmen aus zusätzlicher Abgabe oder Steuer in irgendeiner Form an den Bürger zurückfließen, der irrt gewaltig.

Reinhard Schulze, Bad Muskau