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| 18:42 Uhr

Geld wofür?
Und das Gebäude des BND kostet eine Milliarde Euro

Zur Ausrüstung der Stasi

Es ist natürlich jedem freigestellt, womit er seine Freizeit verbringt oder was er erforscht und darüber Vorträge hält. Der Artikel „Wir müssen alles wissen“ in der LR vom 9./10. Februar war doch aber für „Kleinfritzchen“ bestimmt. Wenn man sich über Dinge aufregt, die vor 30 Jahren waren, braucht man  wohl nicht über heute sprechen? Und dafür eine komplette Zeitungsseite?

Wenn die Stasi im Westen die Technik gekauft hat, darf man doch mal fragen, ob die nur für die Stasi produziert wurde? Sie könnten aber auch berichten, mit welcher Plattenkamera auf Holzstativ die Westspione in der DDR fotografiert haben. Oder wo sie ihre Funktechnik versteckt haben. Manche wird ja bei Bauarbeiten jetzt noch ausgegraben. Oder in welcher Waschpulver-, Instantkaffeeschachtel oder welchem Körperteil Microfishe mit Instruktionen bzw. Chiffriermaterial in die DDR gebracht wurden.

Nun mögen 150 Millionen DDR-Mark viel Geld sein. Dagegen kostet das neue BND-Gebäude gerade einmal schlappe eine Milliarde Euro. Da können Sie auch mal ausrechnen, wie viele Ost- oder Westingenieurgehälter das sind. Da ist noch nicht einmal gesagt, ob das mit oder ohne technische Ausstattung gerechnet wurde und was die verbleibende Abhörtechnik in Pullach gekostet hat, mit der man Liebesdienste auch für die NSA ausführt. Oder wie viele Festnetzanschlüsse, mobile und Smart-home-Technik sowie Internetanschlüsse überwacht werden können. Darüber könnte auch Herr Polster einmal stöhnen. Denn diese Technik ruht trotz aller Freiheiten nicht.