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| 15:01 Uhr

Streit um Straßenausbausätze
Stadt baut Straße auf Kosten der Anlieger

Straßenausbausätze bewegen weiter die Gemüter, wie diese Leser-Reaktion aus Brieske beweist.

Ich kann die Forderung zur Abschaffung der Straßenausbausätze nur begrüßen. Zumindest eine Anliegerstraße gibt es, bei der heutigen Verkehrsdichte, nur noch in einer „Sackgasse“. „Anliegerstraße“ bedeutet, dass diese Straße vorwiegend von Anliegern genutzt wird. Die Philipp-Müller-Straße in Brieske (Anliegerstraße) wird jedoch zu 90 bis 95 Prozent vom Fremdverkehr genutzt. Laut Straßenausbausatzung müssen wir, als Anlieger, jedoch bis zu 90 Prozent der Ausbaukosten tragen. Das heißt also, die Stadt baut eine Straße auf Kosten der Anlieger aus. Wenn diese neue Straße dann als „Rennstrecke“ für den Verkehr freigegeben wird, reden die „Stadtväter“ von einer Aufwertung der Grundstücke. Damit konnte man in den 1940er- bis 1960er-Jahre punkten, als am Tag höchstens ein Motorrad und wöchentlich ein Auto durch die Straßen gefahren ist. Aber ich wette, die CDU wird mit Ihrem Vorhaben scheitern. Die ehemaligen DDR-Bürger haben sehr zeitig lernen müssen, zwischen den Zeilen zu lesen, sie können es heute noch perfekt.

Manfred Schöne, Brieske