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| 18:09 Uhr

Lesermeinung
Solidarisieren und mitmarschieren

Schüler fordern lebenswerte Umwelt ein Von Frithjof Newiak

Was wollten uns die Herren Wojke und Buckjatz mit ihren Zuschriften sagen? „Ach ihr kleinen Dummerchen, die komplizierte Welt versteht ihr sowieso nicht, und stört uns nicht in unserer Behaglichkeit!“

Sicher kann man aber Alexander Gerst ausreichend Sachkenntnis zugestehen. Wenn er sich bei den Enkeln entschuldigt, daß unsere Generation „die Welt nicht in bestem Zustand hinterlässt“, die Wälder rodet, Meere verschmutzt, sinnlose Kriege führt und so weiter, so spricht er genau die Themen an, die die Schüler verändert wissen wollen. Senkung des Ressourcenverbrauchs und Schluss mit der Verwüstung der Umwelt. Machen sie doch damit das Misstrauen in die aktuelle Politik überdeutlich. Seit mehr als 20 Jahren wird vom Klimawandel und notwendigen Gegenmaßnahmen eben nur geredet. Der Rohstoff- und Energieverbrauch steigt weiter, der Auto- und Flugverkehr wächst weiter, die Waffenproduktion mit enormem Rohstoffeinsatz wird angekurbelt, die Urwälder werden gerodet. Das kann man in den Medien lesen, das publizieren die Umweltministerien, weil sich die Wissenschaft damit beschäftigt.

Zum Glück ist die Schulbildung noch ausreichend, dass Schüler das lesen können. Wer will ihnen dann verdenken, dass sie für sich eine lebenswerte Zukunft einfordern? Es ist die Verantwortung unserer Generation, ihnen diese zu gewährleisten. Wenn Herr Wojke schreibt es „wäre unerhört“, kann ich nur sagen es ist „tatsächlich unerhört, dass die Regierungen nicht schon längst das Weltklima gerettet haben“, weil sie die Zukunft der nächsten Generationen den Profiten der Großkonzerne opfern. Die richtige Losung lautet: Solidarisieren – mitmarschieren!