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Lesermeinung
Schweine nicht einfach abschießen

Aufklärung ist wichtiger

Zu „Brandenburg erlaubt den Einsatz von Sau-Fängen“ (LR, 8. Februar): Was passiert denn hier mit uns in Deutschland? Denken wir noch klar oder sind wir nur noch panisch? Jetzt also die Wildschweine. Die afrikanische Schweinepest stellt unbestritten eine Gefahr für die Schweine dar. Aber was tun, wie nun vorgehen, um die Ausbreitung nach Deutschland zu verhindern? Anstatt völlig konfus gesunde Wildbestände zu dezimieren, sollten doch erst einmal sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden! Ausdrücklich: Der hohe Wildschweinbestand in Deutschland steht in keinem Zusammenhang mit der afrikanischen Schweinepest. Die Ursachen und die Verhinderung eines weiteren Anstiegs des Bestandes sind ein anderes – wenn auch wichtiges – Thema.

Mögliche Maßnahmen: Ehrlicher Umgang mit der Thematik: Absoluter, sofortiger Einfuhrstopp von Schweinefleisch aus betroffenen Ländern – also auch Polen und Tschechien. Auch Umwege, also die Einfuhr aus nicht betroffenen Drittländern sind zu unterbinden; deutliche Information und Aufklärung darüber bei der Bevölkerung, hier insbesondere dem Teil der Bevölkerung, der sich im Grenzverkehr mit Fleisch aus Polen/Tschechien versorgt.

Spezielle Touristeninformationen: Information und vor allem Kontrolle von Jagdtouristen, Aufklärung und Anweisungen für das Verhalten beim Auffinden von Wildschweinkadavern.

Ann-Kristin Petzak
Felixsee