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| 17:46 Uhr

Lesermeinung
Schützen und in die Pflicht nehmen

Schärfere Regeln für Verkehrssünder Von Lothar Meißner

Es ist richtig und absolut zu begrüßen, dass der von Verkehrsminister Andreas Scheuer vorgelegte Katalog stärker als bisher fordert, rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr zu ahnden. Richtig ist ebenso, den Verkehr für alle sicherer zu machen. Zu wenig Augenmerk wird aber mit Einschränkungen darauf gelegt, den Fahrradverkehr nicht nur mehr zu schützen, sondern ihn auch mehr in die Pflicht zu nehmen. So erlebe ich seit Jahren täglich immer wieder, dass Radfahrer aus Gründen von Unkenntnis oder Bequemlichkeit Gehwege benutzen, die ausschließlich dem Fußgängerverkehr vorbehalten sind, Radwege in der falschen Richtung befahren oder sie trotz Gebot gar nicht erst nutzen, womit sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere in durchaus gefährliche Situationen bringen können. Wer nun aber meint, dass diese Verkehrsteilnehmer zur Verantwortung gezogen werden, der muss sich leider oft genug getäuscht sehen, was wohl auch der dünnen Personaldecke bei der Polizei geschuldet sein mag. Schlussendlich nutzen die besten Vorschriften, die es zweifelsfrei bereits heute gibt, deren Einhaltung aber weder kontrolliert noch deren Missachtung bestraft wird, niemandem etwas. Denn so, wie es gegenwärtig läuft, kann und darf es im Interesse unserer aller Sicherheit nicht weitergehen. Auch Radfahrer sind Verkehrsteilnehmer, auch für sie gelten Regeln, die gewissenhaft einzuhalten sind.