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| 19:37 Uhr

Lesermeinungen
Schrumpfung statt Wandel

Zum Klimawandel

Zu „Der politische Druck ist unglaublich hoch“ (LR, 8. September): In seiner Eigenschaft als Direktor des Instituts für Klimafolgenforschung kann man ihm nicht übelnehmen, dass er seine Ziele auf den Klimaschutz fokussiert. Systemstabilität und in der Folge Versorgungssicherheit für Deutschlands Industrie, Beschäftigungssicherung für ganze Regionen und schließlich die Bezahlbarkeit der sogenannten Energiewende interessieren ihn deshalb nicht. Wir können nur hoffen, dass sich die Mitglieder der Strukturkommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung nicht so einseitig aufstellen. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Die Aufgabe der Kommission besteht eben nicht darin, den Kohleausstieg mit einem festen Datum zu versehen. Die Aufgabe besteht zuallererst darin, Alternativen zu finden. Auf dieses Brainstorming bin ich gespannt, denn es gibt keine. Auch eine Verdoppelung der Windmühlen schafft keine Systemstabilität, sie schadet eher. Einen Strukturwandel gibt es seit 28 Jahren nicht, sondern einen stetigen Schrumpfungsprozess, und von den 500 Milliarden Euro, die dieses Unterfangen bis jetzt verschlungen hat, wollen wir lieber nicht reden. Herr Schellnhuber lebt in Utopia.

Gerald Feister
Peitz