ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:07 Uhr

Rüstung
Nervenzerrende Forderungen

Gegen wen müssen wir uns verteidigen?

Die ständigen Forderungen des Präsidenten der USA, dass die Bundesrepublik den Verteidigungshaushalt erhöhen soll, zerren an den Nerven. Es stellt sich die Frage, gegen wen müssen wir uns verteidigen? Das stetig aufpolierte Feindbild Russland als Bedrohung der Nato grenzt bereits an Verdummung der Menschheit. Für Europa bis zum Ural gäbe es eine einfache Lösung zur Friedenssicherung: indem die Sanktionen gegen Russland ohne Bedingungen eingefroren werden sowie ein Dialog auf der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Ebene mit bindenden Verträgen eingegangen wird. Aber leider ist diese Maßnahme nicht im Interesse der Bundeskanzlerin mit dem Hintergrund der Waffenlobby und den Machthabern der USA mit dem ständigen Weltmachtstreben. Die dafür aufzubringenden Finanzen wären in den armen Ländern unserer Erde und bei den notleidenden Menschen weit besser eingesetzt.

Bei einem Rückblick in das vergangene Jahrhundert ab Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart wird deutlich: Die USA verhalten sich wie ein Rambo im Boxring. Dazu nur unwiderlegbare Tatbestände: zwei Atombomben auf Japan, danach der Koreakrieg mit bleibender Teilung des Landes, der Vietnamkrieg (…). Weiterhin der Irakkrieg mit den fadenscheinigen Argumenten von Massenvernichtungswaffen, aber keine vorgefunden, nur ein verwüstetes Land hinterlassen. Mitmischung im Bürgerkrieg von Afghanistan. Der jahrelang anhaltende Bürgerkrieg in Syrien mit leider auch indirekter deutscher Unterstützung durch die Waffenexporte über Saudi Arabien. Dafür nehmen wir seit einigen Jahren Flüchtlinge in großer Anzahl auf – ein Akt der Gewissensberuhigung. (…) Genannt werden müssen der jahrelange Bürgerkrieg im Jemen sowie die Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern. Das jüngste Spannungsfeld mit dem Iran um das Atomprogramm birgt Potenzial zur Friedensgefährdung. (…) Das alles inszeniert von den USA, ein Land, das von allen Kriegen und Unruhestiftungen Zehntausende Kilometer entfernt ist.

Gerhard Gallasch, Krauschwitz