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| 17:45 Uhr

Lesermeinung
PR-Tour mit Fragezeichen

Der Segeltörn von Greta Thunberg zum Klimagipfel Von Peter Hannemann

Ahoi Greta und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel auf deinem Weg über den Atlantik! Nachdem die Umweltikone Greta Thunberg die Gesellschaft ganz Europas mit ihren obskuren Umweltrettungsaktionen gespalten hat, ist jetzt Amerika an der Reihe. Getrieben vom Asperger- Syndrom, vermutlich gesteuert durch einen fragwürdigen PR- Konzern, macht sie sich auf den Weg zum UN- Klimagipfel nach New York. Eine weite Überseereise, die im letzten Jahr fast 40 Millionen Menschen machten. Sie alle haben mit den herkömmlichen Verkehrsmitteln, Flugzeugen und Schiffen, relativ schnell und sicher den Atlantik überquert, aber großen Umweltschaden angerichtet. Für die Umweltaktivistin Greta undenkbar. Eine klimaneutrale Hightech-Segelyacht muss her.

Vorher noch mal ein schneller Abstecher in den Hambacher Forst, um die Erbauer der schicken, klimaneutralen Baumhäuser zu besuchen und zum Durchhalten zu motivieren. Für eine Baggerbesetzung war leider keine Zeit mehr, denn der Weg zum Starthafen war weit. Fliegen war ohnehin indiskutabel, die Bahn zu unpünktlich, der umweltfreundliche Kleinwagen mit E- Motor wegen fehlender Ladesäulen zu unsicher und die Autobahn ist für E-Roller noch nicht zugelassen. Trotzdem musste der Start nicht verschoben werden. Riesenwirbel in den Medien, nur die Queen fehlte unentschuldigt und auch Frau Merkel, die nach ihrem Urlaub wieder regieren musste. Die abenteuerliche Reise konnte beginnen. Begleitet von ihrem Vater sowie einem Filmemacher, zwei Profiseglern und einem Plastikeimer, der die fehlende Bordtoilette ersetzen soll, stach Greta in See. Übrigens eine äußerst praktische Variante der Fäkalienentsorgung. Während die Umweltaktivistin dann in New York über ihre Rückreise grübelt und vom Friedensnobelpreis träumt, machen ihre Anhänger in Deutschland weiter ihre Demos. Möglicherweise kommen neue Forderungen auf. Aus Friday for Future wird vielleicht demnächst Freeweek for Future oder aus Protest setzen die Demonstranten, wie ihr Vorbild Greta, für ein Jahr den Schulbesuch aus. Dann wäre wenigstens der Lehrermangel kein Thema mehr und man hätte endlich Zeit, die maroden Schulen zu sanieren.