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| 14:27 Uhr

Lesermeinung
Fadenscheinige „Begründungen“

NSU und der Osten

Zu: „Der Staat hätte die Verbrechen verhindern können“ (LR vom 11. Juli): In dem o.g. Interview hat Frau John – provoziert durch die Frage des Reporters – sich wieder einmal zu der Aussage hinreißen lassen, dass die Taten der NSU-Mörder von deren Herkunft aus der DDR abzuleiten sind. Sie führt dazu sogar „Begründungen“ aus dem gesellschaftlichen Leben in der ehemaligen DDR an. Ob sie wohl selbst von dieser Aussage überzeugt ist? Es ist bekannt, dass die NSU-Täter ihre Schulzeit dort verbracht haben, jedoch sind diese „Begründungen“ sehr fadenscheinig, an den Haaren herbeigezogen und immer noch von Hass auf diesen Staat, den es schon seit einer Generation nicht mehr gibt, geprägt. Solche immer wiederkehrenden Aussagen  beleidigen alle Menschen, die hier ebenfalls aufgewachsen sind, unabhängig davon, ob sie zu ihrer Zeit systemnah oder in Opposition zu diesem Staat gelebt haben. Und ich habe auch noch nicht erlebt, dass terroristische und andere kriminelle Straftaten, die von Menschen aus der alten Bundesrepublik begangen worden sind, von deren Herkunft aus diesem System abgeleitet worden wären.

Ursula Schmidt
Burg