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| 02:38 Uhr

Neuordnung des Wahlrechts ist überfällig

Was kann Trump denn schlechter machen? Gerald Feister aus Peitz schreibt zum neuen US-Präsidenten: Alle Welt beschimpft Trump und ruft den Weltuntergang aus. Wenn man mal die oberflächlichen Sprechblasen ignoriert und die Tatsachen betrachtet, kommt man zu folgendem Ergebnis.

Unter Obama haben sich die Staatsschulden auf 20 Billionen Dollar verdoppelt. Eine Rückzahlung ist ausgeschlossen, die USA sind insolvent. 500 Milliardären stehen 47 Millionen Amerikaner gegenüber, die sich nur mit Lebensmittelmarken über Wasser halten können, 15 Prozent der gesamten Bevölkerung. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 23 Prozent. Das durchschnittliche Familieneinkommen derer, die noch Arbeit haben, stagniert seit zehn Jahren bei circa 66 000 Dollar. Die Anzahl der Menschen mit einem Eigenheim ist auf den tiefsten Stand seit 50 Jahren gefallen, sieben Prozent der Amerikaner verloren ihr Haus in Obamas Amtszeit. Guantánamo ist immer noch in Betrieb, und die Beziehungen zu Russland befinden sich unterhalb des Gefrierpunkts. (. . .) Was bitte schön kann Trump eigentlich noch schlechter machen?

Froh, dass es die Nato gibt

Marianne Noak aus Guben reagiert auf die Lesermeinung "Aufschrei der Kirchen heute nur punktuell" (LR 14. Januar):

(. . .) Hier wird ein sehr einfaches Klischee bedient, um davon abzulenken, dass Russland gleichermaßen mit militärischer Stärke droht. Dieses Thema wird mit einer Permanenz von den"Russlandverstehern" in den Lesermeinungen und in den Beiträgen der LR in den Fokus gerückt, dass man vermuten könnte, es sei gezielt gelenkt. In der LR wurde mehrmals darauf hingewiesen, wann die US-Panzer Lehnin erreichen. Ein Aufruf , um die "Möchtegern-Friedensstifter" der Linken und der AfD zu mobilisieren? Nicht vergessen habe ich aus eigener Erfahrung, wie 1968 russische Panzer durch unseren Ort (Groß-Kölzig) rollten und mich in Angst versetzten. Panzer, die niemand gerufen hat! Es war eine Entscheidung aus dem sowjetischen Herrschaftsgebiet der Ostblockstaaten heraus, um eine Reformbewegung in Prag mit Waffengewalt zu beenden. Ich bin heute sehr froh, dass es das Verteidigungsbündnis der Nato gibt, mit dem Ziel eigener Sicherheit, weltweiter Stabilität und Souveränität der Mitgliedstaaten. Von dieser rechtlichen Selbstbestimmung hat das Land Polen Gebrauch gemacht. Die für sich reklamieren, für Erhalt von Frieden und Demokratie da zu sein, indem sie Feindbilder aufbauen und einzelnen Gruppen mangelnden Einsatz vorwerfen, sind an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten.

Rotkäppchen und der Problemwolf

Rosemarie Böhmchen aus Finsterwalde schreibt zu "Sachsen gibt Wolf zum Abschuss frei" (LR vom 19. Januar):

Wieder gibt es einen Problemwolf. Wir haben ihn sogar in der Nähe von Calau gesehen, als wir am Samstagnacht aus dem Cottbuser Theater in Richtung Finsterwalde fuhren. Seinem Verhalten nach konnte es nur Pumpak gewesen sein. Der Name erinnert mich an Lumpack, was meine Mutter immer sagte, wenn sie jemand nicht leiden konnte. Für uns war die flüchtige Begegnung mit Pumpak ein erhebendes und aufregendes Erlebnis. Was soll nun mit dem Problemwolf passieren? Er verhält sich nicht normgerecht.

Kommt, wenn er Hunger hat, den Menschen zu nahe.

"Die Leiterin des Lupus- Instituts, Ilka Reinhardt, deutet an, man hätte versuchen können, den Wolf umzuerziehen."

Am besten in einem Kindergarten mit Rotkäppchen zusammen. Sie wollte ja auch nicht hören und ist vom Weg abgegangen, um Blumen zu pflücken. Zum Glück kam der Jäger und hat den Wolf erschossen. Genau wie im alten Grimmschen Märchen wird nun auch der Jäger gefordert. Der Wolf ist zum Abschuss freigegeben. Ist das alte Märchen vom bösen Wolf noch zeitgemäß?

Neuordnung des Wahlrechts ist überfällig

Niels Ullmann aus Lübbenau schreibt zur Bundestagswahl:

Endlich gibt es einen konkreten Wahlsonntagstermin: 24. September 2017 (Tag des Berlin-Marathons).

Was jetzt noch fehlt, ist eine dringend gebotene Wahlrechtsneuordnung durch den (scheidenden) Bundestags-Präsidenten Norbert Lammert. Gibt es keine Änderungen, steuern wir direkt auf einen Konflikt mit dem verbindlichen Grundgesetz zu, denn dort ist die maximale Mandatsträgerzahl für den deutschen Bundestag klar definiert: 598 Abgeordnete! Aktuell sitzen 630 Abgeordnete im Hohen Haus, was mit den Überhangs- und Ausgleichsmandaten begründet wird.

Behalten die Demoskopen recht, dann erwarten wir im zukünftigen Bundestag sechs Parteien mit circa 700 bis 750 Abgeordneten. Diese hohe Zahl plus Kosten sind dem Steuerzahler nicht mehr zumutbar und verletzen eklatant die Vorgaben des Grundgesetzes. Zum Vergleich sitzen im USA-Repräsentantenhaus seit 115 Jahren konstant 435 Abgeordnete!