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Nationale Interessen anderer muss man achten

Helmut Wolf aus Guben schreibt zu den Meldungen über die Regierung Griechenlands:

"Nachtigall ick hör dir trapsen", würde der Berliner sagen, wenn er die letzten Meldungen aus Brüssel und den erhobenen Zeigefinger gegenüber Athen und seiner unbeliebten Regierung verfolgt hat. Sind da etwa wieder Leute am Werk, wie einst in Kiew, denen die vom Volk gewählte unbequeme Regierung nicht passt? Oder arbeiten im Pentagon im Geheimen schon gewisse Kräfte der Nato daran, die für sie strategisch wichtige Südostflanke Europas militärisch aufzurüsten? Gewiss kann man die Situation in der Ukraine nicht mit der in Griechenland vergleichen, und gewiss tut sich die griechische Regierung bei der Lösung ihrer inneren Probleme schwer und sucht nach Wegen, um ihre Selbstständigkeit und Souveränität nicht zu verkaufen. (. . .) Wir brauchen keinen neuen Unruheherd in Europa, dessen sollten sich alle beteiligten Seiten wirklich bewusst sein und bei all ihren Handlungen Souveränität und nationale Interessen des Anderen achten und respektieren.