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Leserbrief
Namens-Doppler sind Streit-Thema in Senftenberg

Meinung Zum RUNDSCHAU-Beitrag „Ewig grüßt der Zwillingsstraßen-Streit“ vom 23. November schreibt Wolfram Metzner aus Senftenberg:

Unsere Familie ist gleich zwei Mal von diesem Problem betroffen. Wir wohnen in der Straße der Jugend (in den Ortsteilen Senftenberg, Sedlitz und Brieske) und in der Elsterstraße (in Senftenberg und Brieske). Ich kann Alexander Schmidt nur beglückwünschen, dass er noch nie Probleme mit der Zustellung von Sendungen hatte. Bei uns sah das schon etwas anders aus. Als unser Sohn in Brieske sein Haus gebaut hat, wollte einer der Lieferanten mit seinem Lkw die Ladung schon in der Senftenberger Elsterstraße abliefern. Zum Glück konnten die Bewohner in der Senftenberger Elsterstraße Schlimmeres verhindern. Mehrfach erreichten mich wichtige Sendungen nicht oder erst verspätet. Kein Verständnis habe ich allerdings für die Haltung einiger Senftenberger Ratsmitglieder, die das Problem seit Jahren vor sich her schieben. Mit Geldmangel lässt sich für so manches unliebsame Problem natürlich immer eine gute Begründung liefern. Auch wenn zu einem Problem keine oder nur wenig Beschwerden eingehen, kann daraus nicht gleichzeitig geschlussfolgert werden, das Problem sei nicht vorhanden. Möglicherweise gibt es viele betroffene Bürger, die sich nur nicht äußern. Wie kommt Christina Nicklisch (UWS) zu ihrer Aussage? Wieso kann Rolf-Peter Rössiger (SPD) das Problem für „Quatsch“ halten? Natürlich ist mir klar, dass eine Umbenennung von Straßen eine recht umfangreiche, auch kostenintensive Maßnahme ist. Ich hatte auch bis vor kurzem noch gehofft, eine einfache Lösung zum Beispiel auf Seiten der Zusteller sei möglich. Aber das scheitert schon allein daran, dass die Zeiten längst vorbei sind, wo ein Postbote seinen Zustellbereich und die Bewohner kannte. Ich hoffe, die Stadtverordneten kommen zu einer vernünftigen Lösung im Interesse der betroffenen Bürger.