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| 18:52 Uhr

Lesermeinungen
Eine neue Dimension erreicht

Wölfe in der Lausitz

(…) Speziell mit dem Eindringen eines Wolfes in einen Rinderstall ist wohl eine neue Dimension erreicht. Wenn die Verfechter der Wolfsansiedlung in einem regulären wirtschaftlich orientierten Unternehmen beschäftigt wären, dann säßen sie schon lange auf der Straße. In der Politik ist dies wohl alles etwas anders. Hier kann wohl jeder seinen Müll zum Tragen bringen, wenn er über die notwendige Lobby verfügt. Fakten werden ganz einfach negiert. (…) Neben den Tierverlusten ist heute auch zu beklagen, dass sich viele Menschen aus Angst vor den Wölfen nicht mehr in die Wälder wagen, um gesunde und wohlschmeckende Waldfrüchte zu sammeln. Lebhaft kann ich mir vorstellen, wie es einem solchen Menschen tief im Wald ergehen mag, dem Gleiches widerfährt wie dies Angehörige meiner Familie erlebt hatten, als sie wandernd auf dem Weg zwischen Boxberg und dem Bärwalder See waren und vor ihnen fünf Wölfe die Straße überquerten. (…) Das einzige Argument der Wolfsverfechter ist, dass der Wolf streng geschützt werden muss. Dies wird so verkündet, als sei dies ein unumstößliches Naturgesetz. Man maßt sich sogar an, dem Wolf einen besonderen Status für sein Leben zu erteilen. Für mich erhebt sich die Frage, weshalb dagegen Mufflons kein Lebensrecht haben. Diese wurden in Brandenburg und Sachsen durch Wölfe inzwischen ausgerottet.

Wenn ich den Schwachsinn von der „Entnahme“ von Problemwölfen lese, stehen mir die Haare zu Berge. Wer wird denn mit der Waffe in der Hand an jenem Ort stehen, wenn z.B. ein Problemwolf in einen Kuhstall einzudringen versucht? (...)

Herbert Schöbel
Friedrichshain