| 13:40 Uhr

Leserbrief
Enkelkinder ohne Probleme

Meinung | Sallgast. Dankbar für Unterstützung Jochen Müller

Ihre beiden Artikel über die Wessis und Ossis haben mich begeistert. Der Bayer ist anders wie der Friese. Aber keiner von beiden hat zwei Gesellschaftssysteme erlebt. Ich lebe in Brandenburg und habe nach der Wende eine Firma gegründet. Aber nicht freiwillig. Ich war Meister einer Kfz-Werkstatt im Bergbau.Im Jahr 1996 musste ich zur Betriebsleitung.Man sagte mir: Entweder du privatisierst die Werkstatt oder Ihr seid entlassen. Ich hatte das Glück, einen Mercedes-Unimog Vertrag Dank der Laubag zu bekommen. Noch heute bin ich den Lehrkräften bei Mercedes  dankbar für die große Unterstützung in jeglicher Hinsicht dankbar.Ich habe keinerlei Überheblichkeit dort kennengelernt. Wir haben uns als Handwerker vom ersten Tag an gut verstanden. Meine Meinung ist deshalb: Wir Ostdeutschen sind bedachter und wollen tiefer in bestimmte politische Vorgehensweisen blicken. Silvesterfeiern wie in Köln vergessen wir nicht. Wir wollen helfen, aber unsere Regeln und Gesetze müssen für alle gelten. Ich habe die Rechtssprechung im Westen oft nicht verstanden. Sie war mir einfach zu mild. Auch das haben mir die Westpartner in langen Gesprächen erklärt.Unsere heutigen Richter sind die gleichen,welche 1968 auf der Straße mit Steinen geschmissen haben. Unsere Enkelkinder werden diese Probleme nicht mehr haben.Sie wachsen jetzt in einem neuen geeinten Deutschland auf.