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| 18:53 Uhr

Lesermeinung
Leider nicht zu verwirklichen

Grüne Wunschträume für eine Dekarbonisierung Von Wolfgang Rasim

Zum Beitrag „Stillgelegt fürs Klima: Block E geht vom Netz“ vom 30.09., Seite 5

Die Überschrift suggeriert, dass mit dieser Stilllegung und dem Verlust von Tausend Arbeitsplätzen dem Klima geholfen wird, da unsere CO2-Emissionen dann um bis zu 15 Millionen Tonnen pro Jahr (Mio. t/a) sinken würden. Da Letztere weltweit mindestens bis 2030 mit an „Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“  um weit über 500 Mio. t /a steigen werden, ist diese Behauptung irrsinnig und sogar peinlich. Nun haben Bundesminister Altmaier und andere Politiker verkündet, dass vor dem Kohleausstieg adäquate Arbeitsplätze geschaffen werden würden, was somit gelogen war!
Ebenfalls am 30.9. warnte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in der Leipziger Volkszeitung vor einer Überforderung der Menschen bei der Energiewende und den anwachsenden Akzeptanzproblemen gegenüber dieser. Damit waren neben den steigenden Strompreisen die im ländlichen Raum befindlichen ca. 30 000 Windräder und neu zu errichtende Stromtrassen gemeint.
Der dänische Politologe Björn Lomborg stellt in BILD vom 30.9. die Thesen von  Greta Thunberg infrage und verweist darauf, dass die Nutzung fossiler Energieträger seit der Industrialisierung Milliarden Menschen von der Knochenarbeit und der Armut befreite und unsere Lebenserwartung verdoppelte. „Es ist eine alberne Forderung, bis 2028 weltweit die Nutzung fossiler Brennstoffe zu stoppen. Das würde eine globale Katastrophe herbeiführen und viele von uns in die Armut zurückwerfen.“
Dann war in der LR noch zu lesen, dass in Cottbus (ebenso wie in Leipzig) die bisher auf Braunkohle beruhende Strom- und Fernwärmeversorgung auf Erdgas umgestellt werden soll, obwohl dieses insgesamt (!) klimaschädlicher als Braunkohle ist.
Armes Deutschland, in dem klima- und energietechnische Analphabeten das Sagen haben und sich das Ausland über unsere Energiepolitik kaputtlacht. Z. B.: Wall Street Journal am 29.1.2019 in einem Editorial, betitelt mit „World’s Dumbest Energy Policy“: „Die deutsche Energiepolitik ist selten dämlich. Sie zerstört den einzigen Energie-Rohstoff, der Deutschland in großen Mengen zur Verfügung steht: die Kohle.“ Zitat Ende.