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| 19:10 Uhr

Lesermeinung
Aber eben nur fast verwirklicht

Von der Leyens Kommissare

Ursula von der Leyen hat es wieder mal geschafft. Nachdem sie überraschend als Präsidentin der EU-Kommission nach Brüssel wechselte und so den Untersuchungen ihrer zweifelhaften Vergaben von Beraterverträgen enteilte, hat sie jetzt ihre künftigen EU- Kommissare vorgestellt. Und ihr Ziel, das sie bereits bei ihrem Amtsantritt verkündet hatte, die Gleichberechtigung auch in der Führung des EU- Parlaments durchzusetzen,  hat sie fast verwirklicht. Aber eben nur fast. Tatsächlich sind von den 27 Kommissaren(innen) jetzt nur 13 Frauen, dagegen aber 14 Männer. Welche Ungerechtigkeit! Es ist nur  eine Frage der Zeit, dass Feministen(innen) ihren Protest laut werden lassen. Schuld sind natürlich die Briten. Alles  wäre so einfach gewesen, 28 Mitgliedstaaten, 28 Kandidaten (innen) je zur Hälfte Männer und Frauen und die Welt wäre in Ordnung. Nach dem Brexit gibt es jedoch nur noch 27 EU- Mitglieder und bisher ist es noch niemand gelungen, 27 Menschen durch zwei zu teilen. Auch Frau von der Leyen wird daran scheitern, aber es  gibt eine einfache Lösung. Man könnte doch einfach die künftige Präsidentin separat betrachten und statt dessen eine weitere deutsche Vertreterin als Kommissarin benennen. Bei dem üppigen Gehalt von monatlich 20 000 Euro,  mit angeschlossener Altersversorgung, wird sich doch leicht eine Bewerberin finden lassen,  und auf die zusätzliche Viertelmillion an Steuermitteln kommt es schließlich auch nicht mehr an. Der demokratisch gewählte CDU/CSU-Spitzenkandidat Weber kommt dafür natürlich nicht infrage, es sei denn, er unterzieht sich einer Geschlechtsumwandlung oder outet sich als Transgender. Bleibt letztendlich nur noch Ska Keller. Sie besitzt schließlich alle für eine EU-Kommissarin erforderlichen Eigenschaften, weiblich, jung und grün. So einfach geht Gleichberechtigung!