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| 20:16 Uhr

Lesermeinung zum Tempolimit auf A13
Lieber intelligent als generell

Tempolimit sollte sich nach Verkehrslage richten.

Ich halte das für Unfug. Auf engen Landstraßen darf ich hundert fahren und auf einer gut ausgebauten, zweispurigen Autobahn gerade mal 30 km/h schneller. Ich kenne das aus anderen Ländern – es ist einschläfernd und nervig, manchmal fährt man kilometerlang nebeneinander her, weil der Tempomat die gleiche Geschwindigkeit vorgibt.

Unfälle wird es auch bei 130 geben – und dann? – fahren wir nur noch hundert?! Wo der Verkehr zäh und stockend ist, fahre ich doch sowieso nicht schneller, aber wenn die Strecke frei ist, warum soll ich da nicht fahren, wie es mir gefällt? Schneller als 160 ist das bei den meisten ja doch nicht.

Und wenn ich die Nacht aus Berlin komme, ist die Autobahn leer – und jeder muss nach Hause schleichen und fast dabei einschlafen. Statt gleich wieder in Schwarzweiß-Denken zu verfallen und in ganz Deutschland ein Tempolimit zu fordern, wäre ein „intelligentes Verkehrsleitsystem“ sinnvoller. Beschränkung da, wo es zeitweise angebracht ist und freie Fahrt, wo es möglich ist.

Natürlich ist die ängstliche Hausfrau im klapprigen Golf froh, wenn der Porschefahrer neben ihr fahren muss. Und was mache ich auf meinem Motorrad?! Das ist wirklich frustrierend. Unter dem Deckmantel der angeblichen Sicherheit und des Umweltschutzes wird die Freiheit des Einzelnen immer weiter beschnitten, und irgendwann werden wir mit 120 nach München schleichen. Die Umfragen zeigen, dass die Mehrheit keine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung möchte. Ich auch nicht.

Jana Pfitzmann, Forst