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| 20:17 Uhr

Lesermeinung zum Tempolimit auf A13
Lieber entspannt als schnell

Tempolimit kann Risiken senken und Verkehr entzerren.

Ich bin bestimmt kein langsamer Fahrer, würde aber das Tempolimit auf der A 13 und auf allen Autobahnen in Deutschland begrüßen. Trotz Limit von 130 km/h würden viele sowieso 140 km/h fahren. Das heutige Verkehrsaufkommen ist sehr hoch, der Stress und der Zeitdruck aller Kraftfahrer ist enorm gestiegen, aber jeder will gesund und ohne Blechschaden am Ziel ankommen.

Jeder, der auf Deutschlands Straßen unterwegs ist, hat schon kritische Situationen erlebt, da wird gerast, gedrängelt, und man wird auch übersehen.

Wenn man in Norwegen 90 oder 100 km/h, in der Schweiz 120 km/h, in Österreich 130 km/h usw. auf den Straßen fährt, hält man sich einigermaßen an die Geschwindigkeiten. Warum? Weil die Geldstrafen dort sehr hoch sind oder sogar die Stilllegung des Fahrzeugs drohen kann. In diesen Ländern kommt es aber trotzdem zu Unfällen, wegen zu hohen Geschwindigkeiten oder Unaufmerksamkeiten.

Jens Krause von der IHK Cottbus sagt: „Aus Sicht der Wirtschaft werden mit dem Tempolimit sowie dem Überholverbot für Lkw die eigentlichen Probleme der A 13 nicht gelöst. Durch diese Maßnahmen können Auffahrunfälle auf Stauenden oder Baustellen kaum verhindert werden“. Schöner Satz!? Er selbst hat aber keine besseren Vorschläge. Wem nutzt es, wenn man unbegrenzt fahren kann und man dann die Kontrolle über seinen Pkw verliert oder Lkws sich beim Überholen reindrängeln?

Wie viel Zeit spart man am Ende eigentlich bei langen Fahrstrecken, wenn man 140/150 km/h oder noch schneller fährt? Irgendwann fährt jemand sowieso auf meine Spur, Pkw oder Lkw, und der Stress und Ärger fangen an. Meine Erfahrung: Mit 130 km/h fährt es sich entspannter und stressfreier.

Sigmar Kupsch, Luckau